DAX: Erste Erholung nach schwacher Serie
Exportzuwächse und ein besseres ifo-Klima begleiten das Wochenplus; charttechnisch bleibt die Richtung zwischen zwei Marken offen.

- DAX gewinnt rund 0,4 Prozent
- ifo-Index erreicht höchsten Stand seit 2023
- SMA50-Widerstand liegt bei 25.830 Punkten
- SMA200-Unterstützung verläuft bei 24.802 Punkten
Nach drei Verlustwochen in Folge zeigt der deutsche Leitindex wieder ein Lebenszeichen. Der DAX beendete die vergangene Handelswoche bei 25.578 Punkten und legte damit rund 0,4 Prozent zu. Kein spektakulärer Sprung, aber ein Signal, das Anleger nach der Talfahrt der Vorwochen registrieren dürften.
Konjunkturdaten stützen die Stimmung
Der Rückenwind kommt aus der Realwirtschaft. Steigende Exportzahlen und ein überraschend robustes ifo-Geschäftsklima haben das makroökonomische Umfeld zuletzt stabilisiert. Der ifo-Index kletterte auf 89,9 Punkte, den höchsten Stand seit 2023. Parallel dazu wurde die BIP-Wachstumsprognose für 2026 auf 1,3 Prozent angehoben.
Diese Kombination aus Exportstärke und aufgehelltem Geschäftsklima liefert der Erholung ein fundamentales Fundament, das über reine Charttechnik hinausgeht. Für einen Index, der zuletzt drei Wochen in Folge Verluste verbuchte, ist das mehr als nur ein psychologischer Impuls.
Charttechnik an einer Kante
Die Chartanalyse zeichnet ein gemischtes Bild. Nach oben markiert die SMA50 bei 25.830 Punkten den nächsten Widerstand, nach unten verläuft die SMA200 bei 24.802 Punkten als wichtige Unterstützung. Zwischen diesen beiden Marken bewegt sich der Index derzeit in einer Zone, die weder eindeutig bullisch noch bearisch ist.
Die Einschätzung für die kommende Handelswoche fällt entsprechend verhalten aus: 55 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der seitwärts bis aufwärts gerichteten Tendenz stehen 45 Prozent für eine bearische Entwicklung gegenüber. Das ist keine klare Ansage, sondern ein Pattsituation, die sich erst mit dem Überschreiten einer der beiden Marken auflösen dürfte.
Ein Blick auf die SMA50 bei 25.830 Punkten dürfte in der neuen Woche entscheidend werden. Gelingt der Ausbruch darüber, wäre der Weg für eine fortgesetzte Erholung frei. Rutscht der Index dagegen unter die SMA200 bei 24.802 Punkten, würde sich die Verlustserie der vergangenen Wochen fortsetzen.
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