DAX: Feiertagsstart mit Rückenwind
Der DAX legt an Christi Himmelfahrt zu, getragen von Trumps China-Besuch. Belastend wirken starke US-Erzeugerpreise.

- DAX steigt um rund ein Prozent
- Trump-Reise beflügelt Tech-Werte
- US-Erzeugerpreise steigen stark
- Handelsvolumen feiertagsbedingt dünn
Der deutsche Leitindex startet an Christi Himmelfahrt mit klaren Gewinnen in den verkürzten Handelstag. Kurz nach Xetra-Eröffnung notiert der DAX rund ein Prozent höher bei 24.375 Punkten — ein versöhnlicher Auftakt nach einer turbulenten Woche.
Trumps China-Reise als Kurstreiber
Den stärksten Impuls liefert Trumps Staatsbesuch in Peking. Die Märkte registrieren positiv, dass beide Seiten einen betont konstruktiven Ton anschlagen. Besonders die Teilnahme von Nvidia-Chef Jensen Huang an der Delegation sorgt für Fantasie: Investoren werten dies als Signal einer weiteren Entspannung im Technologiehandel zwischen den USA und China. Technologie- und Automobilwerte gehören am Donnerstagmorgen zu den gefragtesten Titeln im Index.
Einen Schatten wirft allerdings Chinas Warnung in der Taiwan-Frage. Xi Jinping machte deutlich, dass eine Fehlentwicklung dort ernste Konsequenzen hätte — eine Botschaft, die zumindest die Aufwärtsdynamik begrenzt.
Zwischen Erholung und strukturellen Gegenwind
Die aktuelle Erholung muss vor dem Hintergrund einer volatilen Vorwoche eingeordnet werden. Noch Mitte der Woche war der DAX unter die 24.000-Punkte-Marke gerutscht, nachdem Hoffnungen auf eine rasche Einigung im Iran-Konflikt wieder verpufft waren. Zuvor hatte der Index bei über 25.150 Zählern den höchsten Stand seit Kriegsbeginn markiert.
Strukturell bleibt der DAX gegenüber dem technologielastigen Nasdaq im Nachteil. Die Rüstungswerte — zuletzt einer der stärksten Treiber des deutschen Leitindex — verloren zuletzt deutlich, da Friedensgespräche mit dem Iran und Russland Fortschritte signalisieren. Rheinmetall als Schwergewicht zieht dabei die Gesamtperformance spürbar nach unten.
Erzeugerpreise sorgen für Zurückhaltung
Zusätzliche Unsicherheit kommt aus den USA. Die amerikanischen Erzeugerpreise stiegen im April um 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat — fast dreimal so stark wie erwartet. Auf Jahressicht ergibt sich damit ein Plus von sechs Prozent, der stärkste Anstieg seit Dezember 2022. Steigende Energiepreise sind der Haupttreiber. Die Zahlen nähren Sorgen, dass die US-Notenbank ihren restriktiven Kurs länger beibehalten könnte als erhofft — kein angenehmes Umfeld für risikoreichere Anlagen weltweit.
Das Handelsvolumen bleibt feiertagsbedingt dünn. Viele institutionelle Investoren halten sich zurück und warten auf klarere Signale aus Peking sowie auf die weitere Entwicklung im Inflationsgeschehen. Der Feiertagshandel verzerrt das Bild — verlässlichere Orientierung dürfte erst in der kommenden Woche entstehen.
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