DAX: Finanzsektor plus 15,9 Prozent
Die 40 DAX-Konzerne steigern trotz sinkender Erlöse ihre operativen Gewinne, angetrieben vom starken Finanzsektor.

- Operativer Gewinn steigt um 4,4 Prozent
- Finanzbranche als Wachstumstreiber
- Automobilkonzerne mit Gewinneinbußen
- Lufthansa bestätigt optimistischen Jahresausblick
Umsatzminus 3,7 Prozent, operativer Gewinn plus 4,4 Prozent – der DAX zeigt eine wachsende Kluft. Die 40 Konzerne erlösen weniger, verdienen aber mehr. Haupttreiber ist die Finanzbranche, der Sektor legte um 15,9 Prozent zu.
Am Freitag schloss der Leitindex bei 23.950 Punkten, ein Minus von 2,07 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus 2,4 Prozent. Der RSI von 82,7 signalisiert Überkauftheit.
Die treibenden Kräfte: Finanzsektor vs. Industrie
Der Finanzsektor profitiert vom anhaltenden Zinsumfeld. Die klassische Industrie leidet unter Margendruck, hohen Kosten und Wettbewerb aus China. Die höchsten operativen Gewinne lieferten die Deutsche Telekom mit 5,8 Milliarden Euro, die Allianz mit 4,5 Milliarden und Eon mit 3,9 Milliarden. Zweistellige Wachstumsraten erzielten Eon, Siemens Energy und Munich Re.
Dagegen fuhren sämtliche Automobilkonzerne rückläufige Gewinne ein. Zalando und die Porsche Holding schrieben rote Zahlen.
Lufthansa: Kostenlast trotz Umsatzplus
Der Umsatz der Lufthansa stieg um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro.
Der operative Verlust verbesserte sich um 110 Millionen auf 612 Millionen Euro.
Kerosinkosten von 1,7 Milliarden Euro belasteten das Ergebnis.
Der Konzern bestätigt den Jahresausblick: ein operativer Gewinn von deutlich über 1,96 Milliarden Euro.
Beschäftigung unter Druck
Die DAX-Konzerne reduzierten die Belegschaft. Im ersten Quartal sank die Zahl der Beschäftigten um 1 Prozent auf 3,13 Millionen – rund 31.000 Stellen weniger.
Auch außerhalb des Index zeigt sich der Anpassungsdruck: Bosch plant den Abbau von bis zu 22.000 Stellen im Zulieferbereich.
Ausblick: Überkauft und abhängig vom Finanzsektor
Der DAX notiert 5,8 Prozent unter seinem Rekordhoch. Die Stabilität des Index hängt davon ab, ob die Finanzwerte ihre Rekordgewinne halten können – und ob die Industrie eine Bodenbildung in den Margen erreicht. Analystenkommentare in der neuen Woche dürften erste Hinweise liefern, ob die defensive Stärke der Finanz- und Versorgerwerte die zyklische Schwäche weiter kaschieren kann.
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