DAX: Gewinner, Verlierer, Wochenbilanz

Adidas führt DAX-Gewinner an, während Zollstreit Autowerte belastet. Versicherer und Deutschland-Fonds verlieren.

Die Kernpunkte:
  • Adidas mit Wochenplus von 8,18 Prozent
  • Munich Re und Hannover Rück stark gefallen
  • Autobauer unter Druck durch US-Zölle
  • Europäische Fonds gefragt, deutsche gemieden

Die Handelswoche endet mit einem gemischten Bild im deutschen Leitindex. Während einige Titel kräftig zulegen konnten, mussten andere empfindliche Verluste hinnehmen — der Zollstreit mit Washington hinterlässt seine Spuren, vor allem in der Automobilbranche.

Adidas führt, Versicherer straucheln

Das Wochenranking in der Kalenderwoche 18 fällt eindeutig aus. Adidas thront mit einem Plus von 8,18 Prozent unangefochten an der Spitze des DAX 40. Dahinter lieferten Infineon (+5,50 Prozent), DHL Group (+5,42 Prozent) und Airbus (+5,35 Prozent) starke Wochenergebnisse. Auch Scout24 (+5,11 Prozent) und Siemens (+3,89 Prozent) gehörten zu den klaren Gewinnern dieser Woche.

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Auf der anderen Seite des Tableaus traf es die Rückversicherer hart. QIAGEN büßte knapp 11 Prozent ein und landete damit auf dem letzten Platz. Munich Re verlor 7,43 Prozent, Hannover Rück 5,29 Prozent. Beide Konzerne litten unter dem gestiegenen Risikoumfeld — kein Wunder, dass Versicherungstitel in einer von Handelsunsicherheiten geprägten Woche unter Druck gerieten.

Autobranche im Zollschatten

Trumps angekündigte Anhebung der Einfuhrzölle auf europäische Pkw und Lkw auf 25 Prozent lastete spürbar auf den deutschen Automobilwerten. BMW verlor 1,79 Prozent, Continental 2,22 Prozent, Daimler Truck 2,41 Prozent. Volkswagen und Mercedes-Benz kamen mit kleineren Abschlägen davon, blieben aber ebenfalls im Minus.

Die Zolldrohungen treffen eine Branche, die ohnehin mit Margendruck und dem Umbau zur Elektromobilität kämpft. Dass ausgerechnet exportstarke Hersteller wie BMW und Mercedes auf den Verkaufslisten der Investoren auftauchen, spiegelt die Nervosität wider.

Europäische Aktien gefragt — deutsche weniger

Ein interessantes Muster zeigte sich auch im Fondshandel dieser Woche: Anleger griffen verstärkt bei europäischen Aktienfonds zu, mieden jedoch gezielt Produkte mit deutschem Fokus. Europäische Aktientitel erlebten im Großen und Ganzen Zuflüsse, während Deutschland-Fonds auf den Abgabelisten auftauchten. Das legt nahe, dass Investoren zwar dem europäischen Kontinent weiterhin vertrauen, das spezifische Risikoprofil des deutschen Marktes — mit seiner hohen Abhängigkeit vom internationalen Handel — aber etwas kritischer bewerten.

Auf der Gewinnerseite zeigten sich dagegen Titel mit weniger direkter Zollexposition: RWE (+3,40 Prozent), Commerzbank (+3,74 Prozent) und Rheinmetall (+2,77 Prozent) profitierten von branchenspezifischen Rückenwind-Faktoren. Fresenius legte 2,48 Prozent zu, Symrise 1,70 Prozent.

Die Wochenbilanz ist damit zweigeteilt: Wo die Zollpolitik keine direkte Rolle spielt, florieren die Kurse. Wo der transatlantische Handelskonflikt durchschlägt — Autos, exportintensive Industriewerte — bleibt die Luft dünn.

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