DAX: Hormus bleibt das Maß aller Dinge

Der deutsche Leitindex stieß an der 24.000er-Marke auf Widerstand. Geopolitische Spannungen um die Straße von Hormus und US-Inflationsdaten bestimmten die Handelswoche.

Die Kernpunkte:
  • Widerstand an 50- und 200-Tage-Linie bei 24.000 Punkten
  • Geopolitische Lage um Hormus bleibt bestimmend
  • US-Verbraucherpreise bremsten Hoffnungen auf Zinssenkungen
  • Lufthansa gewann nach Tarifeinigung, Rüstungswerte verloren

Die Straße von Hormus hält die Märkte in Atem. Am Freitag stieg der DAX zeitweise auf 23.977 Punkte — und genau dort, an der Bündelung von 50- und 200-Tage-Linie, stieß der Index auf spürbaren Widerstand. Zwei Kräfte bestimmten den Handelstag: die anhaltende Blockade des globalen Energienadelöhrs und die US-Inflationsdaten für März.

Inflation bremst, Geopolitik lenkt

Die Erwartungen an die US-Verbraucherpreise waren eindeutig: Ein Anstieg auf 3,3 Prozent schien wahrscheinlich, getrieben von den stark gestiegenen Energiepreisen infolge der Hormus-Blockade. Zinssenkungen der Fed rückten damit in weite Ferne — zumal der PCE-Indikator am Vortag mit 3,0 Prozent weit über dem Fed-Ziel lag.

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Geopolitisch blieb die Lage diffus. Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hielt zwar, die Straße von Hormus blieb jedoch geschlossen. Etwas Erleichterung brachten Signale aus Kiew: Der ukrainische Verhandlungsführer Kyrylo Budanow deutete an, dass ein Friedensdeal mit Russland schneller kommen könnte als erwartet. Rüstungsaktien quittierten das mit kräftigen Verlusten.

Auf der Gewinnerseite stach Lufthansa heraus: plus 2,9 Prozent, nachdem sich Lufthansa City Airlines und die Gewerkschaft Verdi nach monatelangen Verhandlungen auf einen Tarifvertrag für das fliegende Personal geeinigt hatten. MTU hingegen gab 0,3 Prozent nach — die UBS hatte das Kursziel für den Triebwerkshersteller deutlich gesenkt.

Widerstand bei 24.000 Punkten

Charttechnisch bleibt die Zone um 24.000 Punkte die entscheidende Hürde. Gelingt dem DAX ein stabiler Ausbruch über die gleitenden Durchschnitte, öffnet sich der Weg in Richtung 24.892 Punkte. Scheitert der Index dort erneut, droht eine Rückkehr zur Unterstützung bei 23.408 Punkten — dem Tageshoch vom 7. April.

Auf Sicht von sieben Tagen legte der DAX rund 2,7 Prozent zu, bleibt seit Jahresbeginn aber noch knapp drei Prozent im Minus. Zu Beginn der neuen Handelswoche dürfte die Hormus-Frage das dominierende Thema bleiben — zumal US-Präsident Trump den Iran öffentlich davor warnte, Durchfahrtsgebühren von Tankern zu erheben. Ob die am Wochenende gestarteten Gespräche zwischen Washington und Teheran eine Öffnung der Meerenge bringen, entscheidet maßgeblich über die weitere Richtung des deutschen Leitindex.

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