DAX: Ifo-Index fällt auf 84,4 Punkte
Ifo-Geschäftsklima auf Sechsjahrestief und anhaltende Nahost-Spannungen drücken den DAX um 2,3 Prozent.

- Ifo-Index fällt auf tiefsten Stand seit Jahren
- Geopolitische Risiken treiben Ölpreis auf 105 Dollar
- SAP überzeugt mit starkem Cloud-Wachstum
- DAX kämpft um wichtige 200-Tage-Linie
Die Stimmung in den deutschen Chefetagen bricht ein, während im Nahen Osten die geopolitischen Spannungen anhalten. Diese toxische Mischung hat den deutschen Aktienmarkt in der vergangenen Handelswoche spürbar nach unten gedrückt. Investoren ziehen sich vor der anstehenden EZB-Sitzung merklich zurück.
Ein Hauptgrund für die Nervosität ist die heimische Konjunktur. Der Ifo-Geschäftsklimaindex krachte im April auf 84,4 Punkte ab — der tiefste Stand seit fast sechs Jahren. Entsprechend verabschiedete sich der DAX mit einem Wochenminus von 2,3 Prozent bei 24.129 Punkten ins Wochenende. Auf Jahressicht notiert das Barometer damit knapp im Minus.
Parallel dazu treibt der ungelöste Konflikt im Nahen Osten die Risikoprämien in die Höhe. Sorgen um eine mögliche Blockade der Straße von Hormus halten den Ölpreis auf einem erhöhten Niveau. Ein Fass der Sorte Brent kostet aktuell rund 105 US-Dollar. Das schürt am Markt Ängste vor einem erneuten Aufflammen der Inflation.
SAP stützt, Rüstung schwächelt
Auf Unternehmensebene zeigten sich massive Gegensätze. SAP lieferte starke Quartalszahlen und übertraf die Erwartungen beim bereinigten Gewinn deutlich. Das währungsbereinigte Wachstum im Cloud-Geschäft von 27 Prozent trieb die Aktie am Freitag um gut fünf Prozent nach oben.
Indes gerieten Werte aus dem Rüstungssektor unter die Räder. Rheinmetall verlor zum Wochenausklang fünfeinhalb Prozent an Wert. Auch MTU Aero Engines verzeichnete spürbare Abschläge, während Technologiewerte wie Infineon und Siltronic im Wochenverlauf zulegen konnten.
Charttechnik auf dünnem Eis
Charttechnisch bewegt sich der Markt in einer heiklen Zone. Der DAX rettete sich am Freitag denkbar knapp über seine vielbeachtete 200-Tage-Linie, die aktuell bei rund 24.115 Zählern verläuft. Der Abstand beträgt minimale 0,06 Prozent. Ein nachhaltiger Bruch dieser Unterstützung könnte weiteren Abwärtsdruck auslösen, zumal der RSI-Indikator mit einem Wert von 48 aktuell keine überverkaufte Situation anzeigt.
In der neuen Woche richtet sich der Fokus nun vollständig auf die Geldpolitik und die Berichtssaison. Am Donnerstag, dem 30. April, entscheidet die Europäische Zentralbank über ihren weiteren Zinspfad. Wenige Tage später, am 2. Mai, folgt ein massiver Schwung an Quartalszahlen: Schwergewichte wie Volkswagen und BASF öffnen ihre Bücher, bevor nach US-Börsenschluss Apple seine Ergebnisse präsentiert.
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