DAX: Infineon-Sturz um 12,81 Prozent
Schwache US-Prognosen belasten Infineon und den DAX. Defensive Titel wie Beiersdorf federn den Kursrutsch im Leitindex ab.

- Infineon verliert über zwölf Prozent
- Defensive Werte stützen den DAX
- 200-Tage-Linie rückt in Fokus
- Händler beobachten 24.750 Punkte
Der DAX steuert auf eine wegweisende Entscheidung zu. Ein massiver Ausverkauf im Halbleitersektor trifft den Index an einem empfindlichen Punkt, während defensive Schwergewichte versuchen, den Kursverfall abzufedern. Das Kräftemessen zwischen Tech-Pessimismus und Substanzwerten definiert den heutigen Handelsauftakt.
Chip-Krise trifft Schwergewicht Infineon
Infineon verbuchte zuletzt einen massiven Kurssturz von 12,81 Prozent. Die Aktie schloss bei 74,10 Euro, nachdem enttäuschende Prognosen von US-Wettbewerbern wie Micron die Stimmung verhagelten. Marktbeobachter werten dies als wachsende Skepsis gegenüber der kurzfristigen Profitabilität von KI-Hardware.
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Parallel dazu suchten Investoren Schutz in defensiven Titeln. Beiersdorf setzte sich mit einem Plus von 2,83 Prozent deutlich ab. Auch Airbus und die Commerzbank verbuchten Gewinne von über einem Prozent und stützten den Index zumindest teilweise gegen den Abwärtstrend der Technologiebranche.
Technische Marken im Visier
Der DAX beendete die letzte Sitzung bei 24.759 Punkten. Das entspricht einem Abstand von knapp drei Prozent zum Rekordhoch bei 25.507 Zählern. Seit Jahresbeginn steht damit lediglich ein mageres Plus von 0,9 Prozent zu Buche.
Indes rückt die 200-Tage-Linie bei 24.193 Punkten stärker in den Fokus. Der Puffer zu diesem langfristigen Trendindikator ist auf 2,34 Prozent zusammengeschmolzen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit 51,8 Punkten derzeit eine neutrale Verfassung ohne akuten Handlungsdruck durch eine Überverkaufung.
Für die heutige Sitzung fokussieren sich Händler auf die Marke von 24.750 Punkten. Hält diese Unterstützung nicht, rückt das Pivot-Niveau bei 24.670 Zählern als nächstes Korrekturziel in den Blick. Erst ein Sprung über 24.864 Punkte würde das kurzfristige Chartbild wieder nachhaltig aufhellen.
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