DAX: Klarer Wachstumstrend!

Der deutsche Leitindex zeigt sich robust über 25.000 Punkten, obwohl Unsicherheiten durch US-Zollpolitik und Nahost-Konflikt die Märkte belasten. Experten sehen weiteres Aufwärtspotenzial.

Die Kernpunkte:
  • Index stabil über wichtiger 20-Tage-Linie
  • US-Zollpolitik bleibt großer Unsicherheitsfaktor
  • Anleger reagieren gelassen auf Nahost-Risiken
  • Berichtssaison mit DAX-Schwergewichten steht an

Der deutsche Leitindex hält sich weiterhin stabil über der wichtigen 25.000-Punkte-Marke. Trotz geopolitischer Spannungen und Zollchaos aus den USA zeigt sich der DAX erstaunlich widerstandsfähig. Die technische Ausgangslage hat sich aufgehellt – doch reicht das für einen nachhaltigen Ausbruch?

Bullen zurück an der Macht

In der vergangenen Woche gelang dem DAX der entscheidende Schritt: Der Index schob sich über die gleitende 20-Tage-Linie bei 24.867 Punkten und konnte sich dort halten. Nach anfänglichem Zögern löste sich das Barometer in den letzten Handelstagen deutlich nach oben. Das Tageschart zeigt damit wieder ein bullisches Bild. Solange der Schlussstand über der 20-Tage-Linie bleibt, dürfte die Aufwärtsbewegung weitergehen. Als nächste Anlaufziele gelten das Allzeithoch sowie der Bereich um 25.835 bis 25.855 Punkte.

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Die Marktexperten der Commerzbank sprechen von einer Seitwärtsbewegung im Bereich der Allzeithochs. Mittelfristig sehen sie jedoch weiteres Aufwärtspotenzial dank robustem Weltwirtschaftswachstum, steigenden Unternehmensgewinnen und voraussichtlich sinkenden US-Leitzinsen. Auch Analyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets beschreibt die Börsenstimmung als verhalten positiv, trotz eingetrübter Gefühlslage wegen Nahost.

Trump sorgt für neue Unsicherheit

Die Zollpolitik des US-Präsidenten bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Nach der Niederlage vor dem Supreme Court am Freitag ließ Trump keine Zeit verstreichen: Zunächst kündigte er einen weltweiten Zoll von 10 Prozent an, erhöhte diesen aber bereits einen Tag später auf 15 Prozent. Damit schöpft er die Höchstgrenze eines Handelsgesetzes aus den 1970er Jahren voll aus.

Für die EU-Unternehmen ist die Lage unklar. Das im Sommer vereinbarte Zollabkommen zwischen Brüssel und Washington könnte hinfällig sein. Die EU-Kommission verlangt, dass die vereinbarte Zollobergrenze von 15 Prozent nicht überschritten wird. Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff warnte im Interview mit dem „Handelsblatt“ vor zu großen Erwartungen nach dem Gerichtsurteil. Die Richter hätten zwar Trumps uneingeschränkte Befugnis begrenzt, aber diverse andere Wege für Zölle offengelassen.

Nahost-Konflikt lässt Börsen kalt

Bemerkenswert ist die Gelassenheit der Anleger angesichts der militärischen Eskalationsgefahr zwischen den USA und dem Iran. Marktstratege Christian Henke vom Broker IG warnt, dass bereits in zehn Tagen ein US-Militärschlag möglich sei. Ein solcher Konflikt könnte mehrere Wochen dauern und an den Finanzmärkten ein Beben auslösen.

Edgar Walk, Chefvolkswirt bei Metzler Asset Management, sieht das entspannter. Er verweist auf eine Analyse des Internationalen Währungsfonds, wonach Börsen in den USA und Großbritannien typischerweise nur etwa eine Woche auf geopolitische Ereignisse reagieren und nach einem Monat wieder vollständig erholt sind. Eine Ausnahme gebe es nur, wenn der Ölmarkt über längere Zeit gestört wird – dann drohen eine längere Kurskorrektur am Aktienmarkt und negative Folgen für die Weltwirtschaft.

In dieser Woche stehen konjunkturell vor allem der Ifo Geschäftsklimaindex am Montag und die Verbraucherpreise am Freitag im Fokus. Zudem läuft die Berichtssaison weiter mit prominenten DAX-Konzernen wie Fresenius Medical Care, MTU, Fresenius, EON, Heidelberg Materials, Allianz, Deutsche Telekom, Munich Re, Aixtron, Puma und BASF.

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