DAX Lethargisch im Sommerloch
Der DAX verharrt seit Wochen in einer engen Spanne zwischen 24.600 und 25.200 Punkten. Fehlende Impulse und ausbleibende Signale aus den USA und Asien lähmen den Index.

- DAX ohne klaren Trend
- Fehlende Impulse aus USA und Iran
- Charttechnische Kaufsignale vorhanden
- Allzeithoch bei 25.510 Punkten als Hürde
Seit mehr als zwei Wochen dreht der DAX auf der Stelle. Zwischen rund 24.600 und 25.200 Punkten pendelt der Index ohne klaren Trend — und auch der Start in den Juli hat daran nichts geändert. Kurz nach Handelsöffnung notierte der Leitindex knapp 0,1 Prozent im Plus bei etwa 25.025 Punkten.
Keine Impulse, keine Richtung
Die Gemengelage erklärt die Orientierungslosigkeit recht gut. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran um ein Rahmenabkommen kommen nicht voran — das dämpft die Risikobereitschaft. Indes liefern auch die internationalen Märkte kein eindeutiges Signal: Während der Nasdaq 100 zuletzt zulegte, gaben andere asiatische Leitindizes wieder nach. Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank bringt es auf den Punkt: Der DAX befinde sich im Sommerloch, die Volatilität lasse nach, die Handelsumsätze gingen zurück. Martin Utschneider von Robomarkets nennt den Index schlicht „lethargisch“ — positive Impulse stützten kurzfristig, reichten aber nicht für eine neue Trendbewegung.
Hinzu kommt das Fehlen eines katalytischen Ereignisses. Die Berichtssaison der Quartalsbilanzen steht zwar bevor, hat aber noch nicht begonnen. Bis dahin dürften die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und den USA die einzigen nennenswerten Datenpunkte des Tages bleiben.
Wo die charttechnischen Marken liegen
Aus technischer Sicht ist die Lage nicht hoffnungslos. Die gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Handelstage weisen allesamt Kaufsignale aus — gestützt durch den Kursanstieg vom 30. Juni, als der Index mit einem Gap-Up in den Tag gestartet war. Das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.510 Punkten bleibt die entscheidende Hürde nach oben. Davor liegt bei 25.181 Punkten ein weiterer Widerstand, den der Index im Juni zweimal nicht nachhaltig überwinden konnte.
Nach unten gilt die Zone um 24.553 Punkte als erste Unterstützung, darunter rückt die Marke von 24.038 Punkten in den Blick.
Das Grundbild bleibt das eines Marktes, der auf den nächsten Auslöser wartet. Kommt der im Zuge der anlaufenden Quartalssaison — und fallen die Ergebnisse stark genug aus — hätte der DAX die charttechnischen Voraussetzungen, um einen erneuten Anlauf auf sein Allzeithoch zu starten.
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