DAX: Munich Re fällt 6,1 Prozent

Der deutsche Leitindex erholt sich leicht, bleibt aber durch den Iran-Konflikt und steigende Ölpreise belastet.

Die Kernpunkte:
  • DAX startet mit 0,6 Prozent im Plus
  • Bayer und Scout24 unter den Gewinnern
  • Munich Re mit deutlichen Kursverlusten
  • Charttechnische Marke bei 23.950 Punkten

Der deutsche Leitindex startet am Mittwochvormittag mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 24.100 Punkte in den Handel. Nach dem scharfen Rutsch am Vortag unter die 24.000er-Marke zeigt sich der DAX damit zunächst stabilisiert.

Die Talfahrt am Dienstag hatte den Index um 1,62 Prozent auf 23.954,93 Punkte gedrückt. Auslöser waren eine verschärfte geopolitische Lage – insbesondere der Iran-Konflikt – sowie Verluste an den US-Börsen. Der Brent-Ölpreis war zeitweise um vier Prozent auf 108,30 Dollar gesprungen und bleibt ein wichtiger Gradmesser für die konjunkturellen Risiken.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?

Am Mittwoch richten sich die Blicke auf den Besuch von US-Präsident Trump in China. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Nahen Osten schwebt indes weiter über dem Markt.

Berichtssaison mit gemischten Signalen

Die laufende Quartalsberichtssaison liefert derweil unterschiedliche Impulse. Zu den Gewinnern zählte am Dienstag die Bayer-Aktie mit einem Plus von 3,7 Prozent. Grund waren starke Zahlen aus der Agrarsparte sowie eine bestätigte Jahresprognose. Auch Scout24 legte um 3,1 Prozent zu – das Unternehmen hatte seine Wachstumsziele vorzeitig übertroffen.

Auf der Verliererseite dominierte die Munich Re mit einem Minus von 6,1 Prozent auf 468,90 Euro. Analysten senkten die Kursziele, verwiesen auf Preisdruck in der Schaden-/Unfallversicherung. Zudem belastete eine 90-Millionen-Euro-Rückstellung für mögliche Schäden durch den Iran-Konflikt.

Siemens Energy verlor 5,1 Prozent – hier dominierten Gewinnmitnahmen nach einem starken Vorlauf. Dabei hatte das Unternehmen zuvor ein deutliches Prognose-Upgrade und Rekord-Auftragseingänge gemeldet.

Technische Schlüsselzone

Aus charttechnischer Sicht bleibt der Bereich um 23.950 Punkte entscheidend. Hält der Index dieses Niveau, wäre der jüngste Abwärtstrend erst einmal gestoppt. Ein nachhaltiger Sprung über die 24.000er-Marke würde den Weg zurück in die jüngste Handelsspanne ebnen.

Allerdings werden kurzfristige technische Marken derzeit stark von den geopolitischen Schlagzeilen überlagert. Der ZEW-Konjunkturerwartungsindex lag zuletzt bei minus 10,2 Punkten. Ob die Fundamentaldaten der Berichtssaison die volatile Stimmung beruhigen können, bleibt abzuwarten – der Ölpreis und die Entwicklungen im Iran-Konflikt geben bis auf Weiteres den Takt vor.

DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 13. Mai liefert die Antwort:

Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu DAX