DAX: Ölpreis-Schock belastet

Der deutsche Leitindex verliert durch die geopolitischen Spannungen deutlich und fällt unter wichtige charttechnische Marken. Während Rüstungswerte profitieren, gerät die Reisebranche unter Druck.

Die Kernpunkte:
  • Ölpreis steigt über 100 Dollar pro Barrel
  • Rüstungsaktien wie Rheinmetall legen zu
  • Flug- und Tourismuswerte erleiden Verluste
  • DAX fällt unter 200-Tage-Linie

Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat die europäischen Finanzmärkte hart getroffen. Ein massiver Anstieg der Ölpreise schürt bei Investoren erneute Sorgen vor steigender Inflation und einem schwächeren Wirtschaftswachstum. Wer profitiert von der Krise, und welche Branchen geraten jetzt unter die Räder?

Auslöser der Verunsicherung sind direkte militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran sowie iranische Angriffe auf angrenzende Golf-Staaten. Infolgedessen schossen die Notierungen für Rohöl rasant nach oben, wobei die Nordseesorte Brent die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel zügig übersprang. Der deutsche Leitindex reagierte zur Handelseröffnung mit spürbaren Abschlägen. Nachdem der DAX gestern noch bei 23.444,46 Punkten geschlossen hatte, drückten die geopolitischen Spannungen das Barometer zwischenzeitlich unter die Marke von 23.000 Zählern. Damit notiert der Index mittlerweile auch klar unter seinem langfristig wichtigen 200-Tage-Durchschnitt von 24.181,44 Punkten.

Rüstungswerte steigen, Reisebranche leidet

Die geopolitische Krise erzwingt eine weitreichende Sektorrotation auf dem Frankfurter Parkett. Während konjunktursensible Papiere abverkauft werden, rücken Rüstungsunternehmen in den Vordergrund. Papiere von Rheinmetall und Hensoldt verzeichneten infolge der Nachrichtenlage deutliche Aufschläge.

Demgegenüber gerät die europäische Reise- und Flugbranche spürbar unter Druck. Aktien von Lufthansa und TUI verbuchten signifikante Verluste. Marktbeobachter machen dafür eine toxische Kombination verantwortlich: Die explodierenden Kerosinkosten treffen auf weitreichende Flugstreichungen, da wichtige Luftverkehrsknotenpunkte in der Krisenregion derzeit gesperrt sind oder von den Airlines aus Sicherheitsgründen umflogen werden müssen. Die Sorge wächst, dass die Fluggesellschaften diese rasant steigenden Kosten nicht schnell genug über die Ticketpreise an die Endkunden weitergeben können.

Charttechnische Marken im Fokus

Aus technischer Sicht dominieren nach dem jüngsten Einbruch die Verkaufssignale, da der DAX seine kurz- und mittelfristigen Trendlinien nach unten durchkreuzt hat. Sollte die kurzfristige Unterstützung beim Tagestief von 22.937 Punkten auf Schlusskursbasis unterboten werden, drohen unmittelbare Folgeverluste. Auf der Oberseite muss das Börsenbarometer hingegen zunächst den Widerstand bei 24.027 Punkten überwinden, um eine nachhaltige Erholung einzuleiten und sich aus der akuten Gefahrenzone zu befreien.

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