DAX Rückkehr Richtung Allzeithoch

Der DAX startet mit leichten Gewinnen in den Handelstag und rückt das Januar-Allzeithoch bei 25.507 Punkten wieder in greifbare Nähe.

Die Kernpunkte:
  • DAX startet mit kleinem Plus
  • US-Indizes liefern positive Impulse
  • Geopolitische Spannungen bleiben Risikofaktor
  • Ölpreise geben etwas nach

Nach dem Rücksetzer vom Dienstag dreht der DAX zur Wochenmitte wieder ins Plus. Vorbörslich taxierte der Broker IG den deutschen Leitindex auf 25.229 Punkte — ein kleines Plus von 0,2 Prozent, das die Stimmung aber klar signalisiert: Das Januarrekordhoch bei 25.507 Punkten gerät wieder in Reichweite.

US-Märkte geben Rückenwind

Was in Frankfurt stockte, lief in New York glatt. Der S&P 500 legte am Dienstagabend um 0,6 Prozent zu, der NASDAQ 100 schoss sogar um 1,8 Prozent auf über 30.000 Punkte — zum ersten Mal überhaupt. Treiber war einmal mehr die Fantasie rund um Künstliche Intelligenz. Beide Indizes befinden sich seit Mitte April in einer Serie neuer Höchststände. Der Dow Jones blieb etwas zurück, hatte aber bereits vergangenen Freitag ein eigenes Rekordhoch markiert.

Dieser Schwung aus New York dürfte Frankfurt am Morgen stützen — auch wenn die Nachrichtenlage im Nahen Osten weiter für Unruhe sorgt.

Geopolitik bleibt der Joker

Der Iran-Konflikt hält Anleger in Atem. US-Streitkräfte führten Angriffe auf iranische Raketenstellungen nahe der Straße von Hormuz durch, was Hoffnungen auf ein schnelles Friedensabkommen dämpfte. Der DAX verlor am Dienstag entsprechend 0,8 Prozent auf 25.184,89 Punkte — während der zuvor eingepreiste Optimismus über einen Waffenstillstand wieder verflog.

Indes geben die Ölpreise nach. Brent fiel auf knapp 98 Dollar je Barrel, WTI auf rund 92 Dollar. Das nimmt zumindest etwas Inflationsdruck aus dem Markt — ein Faktor, der auch die EZB-Diskussion über mögliche Zinsschritte im Juni beeinflusst. Boardmitglied Isabel Schnabel hatte sich für eine Zinserhöhung ausgesprochen, unabhängig vom Kriegsverlauf.

Das asiatische Handelsbild am Mittwochmorgen ist durchwachsen: Japan und Südkorea legten zu, China und Hongkong gaben nach. Für den DAX bleibt die Ausgangslage damit klar — ein Schritt nach vorn, aber mit offenem Rücken.

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