DAX: Rückkehr über 25.000 Punkte

Der deutsche Leitindex gewinnt über 0,8 Prozent und kehrt über die 25.000-Punkte-Marke zurück, während die Chemiebranche nach schwachen IMCD-Zahlen und Analysten-Warnungen zu Bayer unter Druck gerät.

Die Kernpunkte:
  • DAX steigt über psychologisch wichtige Marke
  • Chemiesektor leidet unter IMCD-Zahlen
  • Bayer-Aktie verliert fast zehn Prozent
  • Siemens führt die Gewinner an

Der deutsche Leitindex arbeitet sich zur Wochenmitte mit Nachdruck zurück über die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke. Gegen Mittag steht ein Plus von 0,87 Prozent auf 25.217 Zähler zu Buche. Seit Mitte Januar ringt das Börsenbarometer um einen nachhaltigen Ausbruch über diese Schwelle – bislang fehlten die entscheidenden Anschlusskäufe.

Die positive Stimmung an der Wall Street liefert nun frische Impulse. Besonders der Nasdaq 100 hatte am Dienstag zwischenzeitlich deutlich nachgegeben und sich seiner 200-Tage-Linie genähert, bevor Schnäppchenjäger im späten Handel zugriffen. Dieses Buy-the-Dip-Verhalten stützt nun auch die europäischen Märkte.

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Technisches Bild bleibt zweigeteilt

Marktbeobachter sind sich über die weitere Richtung noch uneins. Während Kapitalmarktexperte Martin Utschneider vom Broker RoboMarkets mittelfristig von einer fortgesetzten Konsolidierung ausgeht, sieht er langfristig einen intakten Aufwärtstrend. Sein Kollege Andreas Lipkow von CMC Markets spricht von einem noch offenen Kampf zwischen Bullen und Bären. Das letzte Allzeithoch hatte der DAX am 13. Januar bei 25.507,79 Punkten markiert.

Für zusätzliche Bewegung sorgen heute geldpolitische Signale. EZB-Ratsmitglied Cipollone und Isabel Schnabel äußern sich im Tagesverlauf zur Zinspolitik. Aus den USA stehen wichtige Konjunkturdaten an: Housing Starts, Baugenehmigungen sowie Auftragseingänge für langlebige Güter dürften Aufschluss über die Dynamik der amerikanischen Wirtschaft geben.

Chemiewerte unter Beschuss

Kräftig gegen den Markt läuft der Chemiesektor. Auslöser ist ein Kurssturz beim niederländischen Chemikalienhändler IMCD, dessen enttäuschende Geschäftszahlen die Titel zeitweise um fast 14 Prozent abstürzen ließen. Die Skepsis überträgt sich unmittelbar auf deutsche Branchenvertreter: Brenntag sackt um über fünf Prozent ab und zählt damit zu den schwächsten DAX-Werten.

Noch härter trifft es Bayer mit einem Minus von fast zehn Prozent. Nachdem die Aktie am Vortag auf die Ankündigung eines 10,5 Milliarden Dollar schweren Vergleichs zur Beilegung von Glyphosat-Klagen noch über sieben Prozent zugelegt hatte, dreht die Stimmung nun komplett. Analysten der Barclays-Bank warnen, dass eine Kernfrage unbeantwortet bleibt: Was passiert, wenn der Supreme Court nicht zugunsten von Bayer entscheidet? Peter Spengler von der DZ Bank stuft das Papier sogar von „Kaufen“ auf „Verkaufen“ herab und spricht von einem „teuer erkauften Schritt zu mehr Planungssicherheit“.

Auf der Gewinnerseite erholt sich Siemens mit einem Plus von 4,5 Prozent von den jüngsten Verlusten und führt damit das DAX-Tableau an.

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