DAX: SAP und Siemens Energy stützen 24.129

Trotz Nahost-Sorgen und schwacher Autowerte stützen starke Quartalszahlen den deutschen Leitindex.

Die Kernpunkte:
  • DAX beendet Woche bei 24.128 Punkten
  • SAP-Aktie legt dank Cloud-Wachstum zu
  • Siemens Energy hebt Jahresprognose an
  • Rheinmetall und BMW verlieren deutlich

Starke Unternehmenszahlen auf der einen Seite, geopolitische Krisen auf der anderen. Am deutschen Aktienmarkt klaffen Realität und Stimmung derzeit weit auseinander. Der DAX beendete die Handelswoche mit einem leichten Minus bei 24.128 Punkten. Ohne Schwergewichte wie SAP hätte der Freitag deutlich schlechter ausgesehen.

Wer Zahlen lieferte, wurde belohnt. SAP glänzte im ersten Quartal mit starken Zuwächsen im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft. Die währungsbereinigten Erlöse kletterten in diesem Segment um 27 Prozent. Das trieb die Aktie in der Spitze um über sechs Prozent nach oben.

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Auch Siemens Energy überzeugte die Anleger. Nach einem starken Umsatzwachstum blickt der Vorstand optimistischer auf das Gesamtjahr. Die Aktie legte im späten Handel um 1,6 Prozent zu. Währenddessen lastete die angespannte Lage im Nahen Osten auf der Gesamtstimmung. Der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent hielt sich hartnäckig über der Marke von 100 US-Dollar je Fass.

Autos und Rüstung unter Druck

Die Automobilwerte belasteten den Leitindex am Freitag überproportional. Parallel dazu strichen Investoren bei Rüstungstiteln Gewinne ein. Die Folge:

  • Rheinmetall: −5,90 Prozent
  • Bayer: −3,85 Prozent
  • BMW: −2,15 Prozent
  • Volkswagen Vz.: −1,90 Prozent
  • Mercedes-Benz: −1,59 Prozent

Blick auf die Charttechnik

Auf Wochensicht verbuchte der DAX einen spürbaren Verlust. Seit Jahresbeginn steht der Index damit knapp zwei Prozent im Minus. Aktuell notiert das Barometer mit 24.128 Punkten exakt auf Höhe der 200-Tage-Linie.

Im Tagesverlauf testeten die Anleger kurzzeitig die wichtige Marke von 24.000 Zählern. Der Kurs fiel auf ein Tagestief von 23.989 Punkten. Fällt der Index nachhaltig unter die nächste Unterstützung bei 23.408 Punkten, drohen weitere Abverkäufe.

Der Fokus verschiebt sich nun auf die Fundamentaldaten der Unternehmen. SAP-Finanzchef Dominik Asam machte am Freitag deutlich, worauf Investoren achten müssen. Sein positiver Ausblick basiert auf der Annahme einer raschen Lösung im Nahen Osten. Eskaliert der Konflikt weiter, trifft das die Weltwirtschaft direkt. Die laufende Berichtssaison bietet dem Markt vorerst einen Puffer gegen geopolitische Schocks.

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