DAX: Volkswagen fliegt aus EuroStoxx 50
Der DAX legte 1,1 Prozent zu, während Technologiewerte stützten und fallende Ölpreise entlasteten. Volkswagen und Vonovia blieben schwach.

- DAX steigt auf 25.574,06 Punkte
- Infineon gewinnt mehr als vier Prozent
- Volkswagen scheidet aus EuroStoxx 50
- Ölpreise sinken vierten Tag in Folge
Der deutsche Leitindex hat zum Auftakt der neuen Handelswoche wieder Tritt gefasst. Nach drei verlustreichen Wochen kletterte der DAX gestern um 1,1 Prozent auf 25.574,06 Punkte.
Vor allem Kursgewinne im Technologiesektor sowie nachgebende Rohölnotierungen sorgten für Auftrieb, während die Marktteilnehmer die jüngsten Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern weitgehend gelassen hinnahmen. Mit diesem Zuwachs liegt das Börsenbarometer nun 3,9 Prozent unter seinem Ende August markierten Rekordhoch.
Halbleiterwerte stützen, Autosektor bleibt unter Druck
Getragen wurde die Erholung maßgeblich von Technologiewerten. Vor dem geplanten Treffen zwischen Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping beflügelte insbesondere das Thema Künstliche Intelligenz die Branche. Angeführt wurde das Kursbarometer von den Papieren des Halbleiterherstellers Infineon, die um mehr als vier Prozent zulegten.
Am anderen Ende der Rangliste standen dagegen Automobil- und Immobilientitel. Volkswagen zählte nach der Gewinnwarnung vom vergangenen Freitag erneut zu den schwächsten Werten. Zudem vollzog sich zu Wochenbeginn der Ausschluss des Autobauers aus dem EuroStoxx 50, da die Streubesitz-Marktkapitalisierung unter die maßgebliche Schwelle gefallen war.
Michael Heise vom Vermögensverwalter HQ Trust verwies darauf, dass die Erholung des Leitindex vor allem auf internationale Impulse zurückgehe, während hausgemachte Faktoren die Stimmung belasten.
Die am Wochenende abgehaltenen Landtagswahlen spiegelten sich vor allem im Immobiliensektor wider. Nachdem die Linke bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl als stärkste Kraft hervorgegangen war und deren Spitzenkandidatin Elif Eralp Pläne zur Vergesellschaftung großer Bestände bekräftigte, geriet Vonovia zeitweise deutlich unter Abgabedruck. Die Aktie schloss den Handelstag schließlich mit spürbaren Verlusten ab.
Internationale Politik und Konjunkturdaten im Blickpunkt
Für eine spürbare Entlastung sorgte das Geschehen an den Rohstoffmärkten. Die Preise für Rohöl gaben den vierten Tag in Folge nach, was die Inflationssorgen der Investoren dämpfte und den Zinserwartungen die Schärfe nahm. Timo Emden von CapTrader sprach in diesem Zusammenhang von einer willkommenen Atempause für den Aktienmarkt nach der vorangegangenen Abwärtsbewegung.
In den kommenden Tagen richtet sich die Aufmerksamkeit auf die politische Bühne in den USA sowie auf richtungsweisende Stimmungsindikatoren. Am Rande der UN-Generalversammlung stehen Gespräche über die Lage im Nahen Osten an, gefolgt von den Verhandlungen zwischen den Staatsspitzen der USA und Chinas am Donnerstag.
Am selben Tag erhalten Anleger mit der Veröffentlichung des deutschen ifo-Geschäftsklimaindex neue Einblicke in die Verfassung der heimischen Wirtschaft.
DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 22. September liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




