DAX: Waffenruhe auf der Kippe
Die Erholung des DAX ist gefährdet, da neue Spannungen im Nahen Osten den Ölpreis steigen lassen und eine fragile Waffenruhe infrage stellen. Zusätzlich belastet ein Streikaufruf bei Lufthansa die Märkte.

- Neue Spannungen gefährden vereinbarte Waffenruhe
- Ölpreis steigt wieder und schürt Inflationsängste
- DAX scheitert an wichtigen Widerstandsmarken
- Streikaufruf bei Lufthansa belastet Aktienkurs
Die Erleichterung vom Mittwoch hält nicht lange an. Nachdem der DAX im Zuge der vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran zwischenzeitlich bis auf 24.163 Punkte geklettert war, deuten die Vorzeichen am Donnerstagmorgen wieder nach unten — vorbörslich taxiert der Broker IG den deutschen Leitindex rund 0,8 Prozent schwächer auf 23.880 Punkte.
Der Grund: Die Waffenruhe steht auf tönernen Füßen. Israel hat den Libanon mit neuen Luftangriffen überzogen, woraufhin Teheran damit drohte, die gerade erst erzielte Kampfpause platzen zu lassen. Der iranische Außenminister stellte Washington vor die Wahl — Waffenruhe oder Krieg via Israel, beides gleichzeitig sei nicht möglich. Gleichzeitig ist die für den globalen Energiehandel so wichtige Straße von Hormus weiterhin faktisch gesperrt: Schiffe müssen sich laut einer Mitteilung der iranischen Hafenbehörde mit den Revolutionsgarden abstimmen und vorgeschriebene Ausweichrouten nutzen.
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Ölpreis macht die Rally zunichte
Der Brent-Preis war am Mittwoch mit knapp 90 Dollar noch auf das niedrigste Niveau seit Mitte März gefallen — ein direkter Reflex auf die Hoffnung einer Normalisierung der Schifffahrtsrouten. Seither hat sich das Bild gedreht: Aktuell kostet ein Barrel Brent wieder rund 97 Dollar. Für den DAX ist das ein Belastungsfaktor, denn steigende Ölpreise schüren Inflationssorgen und dämpfen die Risikobereitschaft der Anleger spürbar.
Hinzu kommt die technische Komponente: Bei 24.163 Punkten lief sich der Index am Vortag im Bereich gleich mehrerer gleitender Durchschnitte fest — der 50-, 100- und 200-Tage-Linie. Diese Kurve erwies sich als zu stark. Das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507,79 Punkten rückt damit vorerst wieder in weite Ferne.
Gestern Gewinner, heute unter Druck
Die Branchenrotation des Vortages war eindrucksvoll: Autokonzerne wie VW, BMW und Mercedes-Benz sprangen um rund fünf Prozent nach oben, Siemens und Heidelberg Materials sogar um bis zu zehn Prozent. Fluggesellschaft Lufthansa profitierte ebenfalls kräftig — steht nun aber gleich doppelt unter Druck: Nach-börslich gaben die Titel bereits nach, nachdem die Flugbegleitergewerkschaft Ufo das Kabinenpersonal für Freitag zum Streik aufrief.
US-Präsident Trump hat derweil auf Truth Social nochmals klargemacht, dass amerikanisches Militär und Gerät rund um den Iran stationiert bleiben — bis ein tragfähiges Abkommen vollständig eingehalten wird. Andernfalls, so die Drohung, würden die Angriffe „größer, besser und stärker“ wiederaufgenommen werden als je zuvor. Solche Worte befeuern die Nervosität an den Märkten zusätzlich — und machen deutlich, wie fragil das aktuelle Gleichgewicht ist.
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