DAX Warten auf den Nahen Osten
Der deutsche Leitindex startet verhalten, während die Märkte auf Signale aus den Iran-Verhandlungen warten. Ölpreise fallen auf Tiefststände.

- DAX startet mit leichten Verlusten
- Fokus auf Iran-Friedensgespräche
- Ölpreise auf niedrigstem Niveau
- Hochtief ersetzt Porsche im DAX
Der DAX startet verhalten in die neue Woche — und das aus gutem Grund. Die Märkte sind in Wartestellung, der Blick richtet sich nach Genf und Teheran.
Am Freitag hatte der deutsche Leitindex kurzzeitig die Marke von 25.173 Punkten erklommen und dabei erneut Richtung Allzeithoch getastet. Letztlich rutschte er wieder unter 25.000 Punkte, schloss bei knapp 24.986 Punkten. Zum Wochenstart taxierten vorbörsliche Indikationen den DAX nochmals leicht darunter — bei rund 24.967 Punkten.
Nahost-Verhandlungen als Taktgeber
Das dominierende Thema ist der Iran-Konflikt. Nach Gesprächen zwischen den USA und Iran in der Schweiz auf Verhandlungsführer-Ebene sollen unmittelbar weitere Beratungen auf Arbeitsebene folgen. Katar und Pakistan als Vermittler haben das Ziel ausgegeben: innerhalb von 60 Tagen ein finales Abkommen. Technischer Analyst Christoph Geyer fasst die Marktstimmung treffend zusammen — die Anleger befänden sich in „Wartestellung für eine Einigung im Nahen Osten“.
Die Ölpreise bewegen sich derweil auf dem tiefsten Niveau seit Kriegsbeginn. Dass am Markt massive Leerverkäufe in Öl-Futures aufgebaut wurden, gilt Beobachtern als Zeichen echten Optimismus mit Blick auf die Friedensverhandlungen.
Halbleiter stark, Wall Street-Vorgaben fehlen
Positive Akzente setzt die Halbleiterbranche. Der US-Sektorindex SOX hatte am Donnerstag ein neues Rekordhoch markiert — Japans Nikkei 225 übernahm diesen Schwung und kletterte seinerseits auf ein Allzeithoch. Der Hang Seng in Hongkong gab hingegen nach.
Da die US-Börsen am Freitag feiertagsbedingt geschlossen waren, fehlen dem deutschen Markt die gewohnten Wall-Street-Vorgaben. Das trägt zur gedämpften Eröffnungsstimmung bei.
Hochtief neu im DAX
Strukturell gibt es ab heute eine Veränderung: Baukonzern Hochtief rückt in den DAX auf, die Porsche SE muss weichen. Das Allzeithoch des DAX datiert vom 13. Januar 2026 bei 25.507,79 Punkten — der Abstand dazu beträgt aktuell rund zwei Prozent. Ob die 25.000-Punkte-Marke in dieser Woche nachhaltig zurückerobert wird, hängt maßgeblich davon ab, welche Signale aus den Nahost-Verhandlungen kommen.
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