DAX: Wochenplus gesichert!

Der deutsche Leitindex sichert sich ein Wochenplus, während die Automobilbranche unter Stellantis' Kurssturz leidet und hohe KI-Investitionen von Amazon für Verunsicherung sorgen.

Die Kernpunkte:
  • Stellantis streicht Dividende nach US-Elektroauto-Kehrtwende
  • Amazon-Investitionspläne belasten Technologieaktien
  • Rüstungs- und Energieunternehmen zeigen sich stabil
  • Versicherer überzeugen mit positiver Wochenbilanz

Der DAX beendete eine turbulente Handelswoche mit einem versöhnlichen Schlusspunkt. Am Freitag legte der deutsche Leitindex um 0,94 Prozent auf 24.721 Punkte zu und rettete damit ein Wochenplus von 0,74 Prozent. Nach drei Verlusttagen in Folge zeigten sich die Anleger erleichtert – doch die Nervosität bleibt spürbar.

Stellantis schockt Autobranche

Belastung kam erneut aus der Automobilbranche. Der italienisch-französische Konzern Stellantis schrieb wegen der US-Elektroauto-Kehrtwende rote Zahlen und strich seine Dividende komplett. Die Aktie brach in Paris um mehr als ein Viertel ein und riss den gesamten europäischen Autosektor mit nach unten. Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen gaben im DAX allesamt nach – die Sorgen um die Transformation der Branche werden immer drängender.

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Besonders bitter: Volkswagen verlor 1,85 Prozent, Mercedes-Benz 1,71 Prozent (trotz Wochenplus) und BMW 1,17 Prozent. Der Sektor bleibt einer der schwächsten im Index.

KI-Zweifel belasten Technologiewerte

Die Verunsicherung rund um gigantische KI-Investitionen hält die Märkte weiter in Atem. Amazon will in diesem Jahr rund 200 Milliarden Dollar unter anderem in Künstliche Intelligenz, Chips und Robotik stecken – noch mehr als die Google-Mutter Alphabet. Die Aktie sackte im US-Handel deutlich ab, da Anleger zunehmend skeptisch werden, wenn Milliardeninvestitionen ohne konkrete Umsatzerfolge bleiben.

In Frankfurt bekamen IT-Werte den Gegenwind zu spüren. Bechtle brach nach Quartalszahlen um 9,5 Prozent ein und landete am MDAX-Ende. Der Ausblick enttäuschte die Investoren. Auch Cancom konnte sich dem negativen Sog nicht entziehen und verlor vier Prozent.

Rüstung und Energie stabilisieren sich

Lichtblicke gab es bei Verteidigungswerten. Nach der jüngsten Schwächephase legten Rheinmetall um gut zwei Prozent zu. Im MDAX sprangen RENK-Aktien sogar um 5,4 Prozent nach oben, nachdem die französische Investmentbank Exane BNP ihre Empfehlung hochstufte und die gut gefüllte Auftragspipeline lobte.

Siemens Energy führte die DAX-Gewinnerliste mit einem Plus von 4,2 Prozent an. Der US-Hersteller von Festoxid-Brennstoffzellen Bloom Energy hatte mit seiner Umsatzprognose die Markterwartung übertroffen und der gesamten Branche Auftrieb verliehen.

Versicherer überraschen positiv

Die drei großen Rückversicherer zeigten sich robust: Münchener Rück legte in der Wochenbilanz um 3,83 Prozent zu, Hannover Rück um 4,02 Prozent und Allianz um 4,14 Prozent. Der Sektor profitiert weiterhin von soliden Fundamentaldaten und stabilen Prämienentwicklungen.

Wochenverlierer unter Druck

Zu den größten Verlierern der Woche zählten Zalando mit minus 12,53 Prozent, Scout24 mit minus 11,90 Prozent und Rheinmetall mit minus 9,94 Prozent. Auch Heidelberg Materials verlor 6,87 Prozent und die Deutsche Bank 6,16 Prozent.

Christine Romar, Europachefin beim Handelshaus CMC Markets, sieht in den jüngsten Verwerfungen eine gesunde Bereinigung: „Zwangsliquidationen am Edelmetall- und Kryptomarkt ziehen Verkäufe an anderer Stelle nach sich. Eine solche Bereinigung stellt den immer noch laufenden Bullenmarkt auf ein solideres Fundament.“

Der EuroStoxx 50 gewann am Freitag 1,23 Prozent auf 5.998 Punkte. Der Dow Jones legte zum europäischen Handelsschluss fast zwei Prozent zu.

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