DAX: Zalando zieht Index nach unten
Der DAX schließt schwächer, getrieben von Verlusten bei Zalando und Siemens Energy. Defensive Titel wie SAP federn den Abwärtstrend ab.

- DAX schließt mit 1,29 Prozent im Minus
- Zalando und Siemens Energy größte Verlierer
- SAP und Konsumtitel legen zu
- VDAX-New steigt, Volumen bleibt moderat
Der DAX hat den Freitag mit einem Minus von 1,29 Prozent auf 24.671 Punkte beendet. Zalando, Siemens Energy und Infineon zogen den Index nach unten — während SAP und Konsumtitel gegenhalten konnten. Die Sektorrotation war eindeutig.
Verlierer dominieren das Bild
26 DAX-Werte schlossen im Minus, nur 14 im Plus. Zalando war mit einem Tagesverlust von 6,32 Prozent auf 24,92 Euro der schwächste Wert im Index. Siemens Energy verlor 5,84 Prozent auf 153,92 Euro. Infineon fiel um 4,52 Prozent auf 78,30 Euro.
Auch die Schwergewichte aus der Autoindustrie belasteten. Volkswagen gab 3,91 Prozent nach, Mercedes-Benz verlor 2,91 Prozent auf 43,34 Euro. Siemens rutschte um 1,80 Prozent ab.
Auf der Gegenseite legte SAP um 2,16 Prozent auf 135,14 Euro zu. Beiersdorf und adidas folgten mit je rund 2,14 Prozent. Das Muster war klar: Software und defensive Konsumwerte hielten sich, Halbleiter, Autos und Energietechnik nicht.
Volatilität steigt, Volumen bleibt moderat
Der VDAX-New kletterte um 3,50 Prozent auf 17,96 Punkte. Das ist kein Alarmsignal, aber ein deutliches Zeichen für Risikoabbau. Das Handelsvolumen lag rund drei Prozent unter dem Fünf-Tage-Schnitt. Der Ausverkauf war also breit, aber nicht panikgetrieben.
Das Tagestief bei 24.548 Punkten hielt als kurzfristige Unterstützung. Der Schluss bei 24.671 Punkten liegt knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 24.604 Punkten. Der RSI steht bei 48,3 — neutral, aber mit nachlassendem Schwung.
Gold stieg um 1,55 Prozent auf 4.090 US-Dollar. Brent-Öl fiel um 1,23 Prozent. Der Euro legte leicht auf 1,1399 Dollar zu. Für exportlastige DAX-Titel ist ein festerer Euro zusätzlicher Gegenwind.
Was die neue Woche bringt
MDAX und TecDAX gaben ebenfalls nach — mit Verlusten von 1,20 beziehungsweise 0,84 Prozent. Europäische Indizes verloren ähnlich viel. US-Futures zeigten mit minus 0,15 Prozent deutlich weniger Druck.
Auf Jahressicht liegt der DAX mit 0,54 Prozent kaum verändert. Das 52-Wochen-Hoch bei 25.508 Punkten ist noch 3,3 Prozent entfernt. Vom Märztief bei 21.864 Punkten hat sich der Index immerhin um fast 13 Prozent erholt.
In der neuen Woche stehen am Dienstag die deutschen Arbeitsmarktdaten für Juni an. Am Mittwoch folgen Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und neue Inflationsdaten aus dem Euroraum. Hält der DAX die Zone um 24.550 Punkte, ist die technische Ausgangslage noch intakt. Bricht er darunter weg, rückt der Bereich um 24.300 Punkte in den Blick — dort liegen 100- und 200-Tage-Linie eng beieinander.
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