DAX: Zwei Hürden vor dem Rekordkurs

Der Index schloss am Montag bei 25.254 Punkten; Anleiherenditen und hohe Ölpreise erschweren den weiteren Anstieg.

Die Kernpunkte:
  • Montagsschluss bei 25.254 Punkten
  • Schlusskurs über 25.300 fehlt weiterhin
  • Brent-Preis liegt um 100 Dollar
  • DAX-Allzeithoch bei 26.618,74 Punkten

Der DAX startet mit moderatem Rückenwind in den Dienstag. Allerdings bremsen Anleiherenditen und hohe Energiepreise den Aufwärtsdrang. Technisch hängt der Leitindex an einer Marke fest, die er zuletzt auf Schlusskursbasis nicht knacken konnte.

Die 25.300er-Marke bleibt Prüfstein

Am Montag schloss der Index 0,09 Prozent höher bei 25.254 Punkten. Vorbörslich deutet sich ein weiteres leichtes Plus an. Der Broker IG sah den DAX knapp zwei Stunden vor Handelsbeginn bei gut 25.300 Zählern, der Future notierte am Morgen bei 25.462 Punkten. Die vor dem Wochenende begonnene Erholung könnte sich damit fortsetzen.

Viel Bewegung ist das nicht. Genau darin liegt die Brisanz, denn der Markt steckt technisch fest: Ein nachhaltiger Schlusskurs über 25.300 Punkten fehlt bislang.

Energie und Zinsen geben den Takt vor

Andreas Lipkow von CMC Markets erwartet eine datenarme Woche, die von Energiepreisen und Anleiherenditen dominiert wird. Brent notiert weiter um 100 Dollar je Barrel. An der Wall Street halfen zuletzt sinkende Ölpreise, getragen von Berichten über Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über die Straße von Hormus. Der Nasdaq 100 erreichte zwischenzeitlich ein Rekordhoch.

Der Blick auf die Zinsen bleibt für Europa heikel. Frankreichs Notenbankchef Emmanuel Moulin warnte, das Land könne allmählich von steigenden Zinsen erdrückt werden. Französische Renditen sind seit Beginn des Iran-Krieges stärker gestiegen als in jedem anderen G7-Staat, der Abstand zu deutschen Bundesanleihen hat sich deutlich ausgeweitet. Ein verabschiedeter Sparhaushalt würde die Märkte aus seiner Sicht beruhigen.

Renditen als Belastung oder Konjunktursignal?

Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg sieht steigende Renditen nicht grundsätzlich als Gegenwind. Oft deuteten sie auf eine anziehende Konjunktur hin. Allerdings galt das am US-Markt historisch nur, solange zehnjährige Treasuries unter fünf Prozent rentierten. Diese Schwelle ist inzwischen überschritten, zuletzt stabilisierte sich die Rendite wieder.

Termine der Woche

  • Dienstag: Anlegerveranstaltung von Marvell Technology
  • Mittwoch: Kapitalmarkttag von Porsche
  • Donnerstag: Umsatzzahlen von Taiwan Semiconductor Manufacturing für die ersten neun Monate

Das Allzeithoch liegt weiterhin bei 26.618,74 Punkten intraday, erreicht am 28. August. Bis dahin ist es ein Stück. Zunächst muss der DAX die 25.300 Punkte auf Schlusskursbasis hinter sich lassen.

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