DAX: Zwischen Ölpreisrückgang und Fed-Entscheid
Der deutsche Leitindex gewinnt durch Entspannung am Ölmarkt und wartet auf Signale der US-Notenbank. Heidelberg Materials und TAG Immobilien legen zu, während HelloFresh auf Talfahrt bleibt.

- DAX steigt um 0,5 Prozent auf 23.845 Punkte
- Ölpreise sinken nach Umleitung von Exportrouten
- Fed-Projektionen zu Inflation und Wachstum erwartet
- Heidelberg Materials nach Analysten-Hochstufung führend
Der DAX findet am Mittwochmorgen seinen Weg nach oben. In der dritten Woche des Iran-Krieges signalisiert der Leitindex einen ernsthaften Stabilisierungsversuch – angetrieben von sinkenden Ölpreisen und wachsenden Hoffnungen auf eine Entspannung rund um die Straße von Hormus.
Gegen 9:30 Uhr notierte der DAX bei rund 23.845 Punkten, ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vortag. Charttechnisch pendelt der Index dabei um die exponentielle 200-Tage-Linie, die bei knapp unter 23.870 Punkten verläuft – ein wichtiger Gradmesser für den längerfristigen Trend.
Ölmarkt gibt Luft
Hinter dem moderaten Aufwind steckt vor allem die Entwicklung beim Rohöl. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am Morgen rund 102,30 Dollar – rund 1,1 Prozent weniger als am Vortag. Treiber dieser Entspannung: Saudi-Arabien und der Irak haben begonnen, ihre Exportrouten auf Pipelines umzuleiten, um die Blockade der Meerenge von Hormus zu umgehen. Die iranische Kontrolle über diesen strategisch kritischen Seeweg verliert damit schrittweise an Wirkung.
Gleichzeitig wächst international der politische Druck auf US-Präsident Trump, eine Wiederöffnung der Meerenge durchzusetzen. Kurzum: Die unmittelbare Eskalationsgefahr am Energiemarkt schwindet – zumindest vorerst.
Fed im Rampenlicht
Am Abend rückt dann die US-Notenbank in den Mittelpunkt. Zwar gilt eine Leitzinsänderung als nahezu ausgeschlossen, doch die begleitenden Projektionen zu Wachstum und Inflation dürften Marktbewegungen auslösen. Zuletzt hatten Hoffnungen auf Zinssenkungen am Markt deutlich nachgelassen – angesichts des hohen Ölpreises und der damit verbundenen Inflationsrisiken kamen sogar erste Spekulationen über mögliche Zinserhöhungen auf. Die aktualisierten Fed-Prognosen werden zeigen, wie ernst die Notenbank diese Szenarien nimmt.
Auch die EZB äußert sich in den kommenden Tagen. Anleger erhoffen sich von beiden Zentralbanken Orientierung darüber, ob die Inflationserwartungen stabil bleiben – oder ob eine neue Preiswelle droht.
Einzelwerte mit klaren Signalen
Auf Unternehmensseite sticht Heidelberg Materials heraus: Nach einer Hochstufung durch Morgan Stanley um gleich zwei Stufen – von „Underweight“ auf „Overweight“ – sprang die Aktie um 3,4 Prozent an die DAX-Spitze.
HelloFresh hingegen setzt seine Talfahrt fort und erreichte mit einem Minus von rund 8 Prozent ein neues Rekordtief. Das Unternehmen erwartet für 2026 einen Umsatzrückgang, der die Analystenerwartungen deutlich verfehlt. TAG Immobilien legte nach starken Jahreszahlen für 2025 rund 3 Prozent zu – hohe Wohnraumnachfrage, gesunkener Leerstand und überbotene Gewinnziele sorgten für positive Stimmung.
Der weitere Tagesverlauf bleibt eng an zwei Faktoren geknüpft: die Ölpreisentwicklung und den Ton der Fed am Abend.
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