DeFi Technologies Aktie: 12 zu 1 für Nasdaq-Rettung

DeFi Technologies plant einen Reverse Split, um die Nasdaq-Notierung zu sichern. Trotz operativer Stärke und hoher Reserven leidet der Kurs massiv.

Die Kernpunkte:
  • Reverse Split von bis zu 12:1 geplant
  • Nasdaq-Notierung droht zu verfallen
  • Operativ profitabel mit Millionenreserven
  • Institutionelle Investoren stocken auf

DeFi Technologies steht unter enormem Druck. Das Unternehmen sitzt auf millionenschweren Barreserven und arbeitet profitabel. Die Realität an der Börse sieht anders aus. Der Aktienkurs stürzte seit dem Rekordhoch im Juli 2025 um rund 84 Prozent ab. Nun greift das Management zu drastischen Mitteln.

Rettungsplan für die Nasdaq

Aktionäre haben auf der Hauptversammlung Ende Juni einem drastischen Schritt zugestimmt. Der Vorstand darf die Aktien im Verhältnis von bis zu 12 zu 1 zusammenlegen. Ein solcher Reverse Split ändert den Unternehmenswert nicht. Er treibt aber den optischen Aktienkurs künstlich in die Höhe.

Das Ziel: die Rettung der US-Börsennotiz. DeFi Technologies verletzte die Nasdaq-Regeln. Der Kurs notierte im Frühjahr zu lange unter der kritischen Marke von einem US-Dollar. Bis zum 1. September 2026 muss das Unternehmen diesen Mangel beheben. Sonst droht der Rauswurf aus dem Index.

Diskrepanz zwischen Geschäft und Kurs

Operativ läuft es rund. Im ersten Quartal 2026 verbuchte der Krypto-Spezialist einen Nettogewinn von 4,9 Millionen US-Dollar. Die gesamten Reserven summieren sich auf rund 156 Millionen Dollar. Dazu zählen liquide Mittel, Krypto-Bestände und private Investments.

Die Aktie spiegelt diese Substanz kaum wider. Mit einem aktuellen Kurs von 0,48 Euro notiert das Papier tief im Keller. Allein im laufenden Jahr verlor der Titel rund 35 Prozent an Wert. Der Abstand zum langfristigen Durchschnittstrend bleibt massiv.

Analysten reagieren gemischt. Häuser wie Benchmark und H.C. Wainwright raten weiterhin zum Kauf. Sie senkten ihre Kursziele aber deutlich auf jeweils 2,00 US-Dollar ab.

Große Adressen stocken auf

Während Kleinanleger flüchten, sehen institutionelle Investoren offenbar eine Chance. Fünf große Vermögensverwalter stiegen zuletzt bei den gedrückten Kursen ein. Darunter befinden sich bekannte Namen wie Galaxy Digital und Brevan Howard.

Andere Schwergewichte bauten ihre Positionen massiv aus. Charles Schwab Investment Management verfünffachte seinen Anteil im vergangenen Quartal nahezu. Der Finanzriese hält nun über sieben Millionen Aktien. Auch Millennium Management verdoppelte seinen Bestand.

Die kommenden Wochen bringen die Entscheidung. Bis Anfang September muss das Management den Reverse Split umsetzen, um die Nasdaq-Auflagen endgültig zu erfüllen.

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