DeFi Technologies Aktie: Hohe Risiken

Die Aktie von DeFi Technologies erholt sich zu Jahresbeginn, steht aber vor einem wichtigen rechtlichen Termin Ende Januar. Analysten sehen trotz reduzierter Prognosen weiterhin hohes Kurspotenzial.

Die Kernpunkte:
  • Starker Kursanstieg zu Jahresbeginn 2026
  • Wichtige Frist für Sammelklagen am 30. Januar
  • Analysten halten an positiver Bewertung fest
  • Umsatzprognose wurde deutlich gesenkt

Die Aktie von DeFi Technologies startet mit heftigen Schwankungen ins Jahr 2026. Auf einen deutlichen Kurssprung folgt der Blick auf ein wichtiges rechtliches Datum Ende Januar. Der Markt pendelt damit zwischen neuer Krypto-Euphorie und klar benennbaren Unternehmensrisiken.

Starke Erholung – aber von niedrigem Niveau

Am 2. Januar legte die Aktie um 17,15 % auf 0,88 US‑Dollar zu. Im nachbörslichen Handel und über das Wochenende stabilisierten sich die Kurse um 0,90 US‑Dollar.

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Trotz dieser Erholung bleibt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch von 4,95 US‑Dollar groß. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei rund 341 Millionen US‑Dollar. Der jüngste Anstieg steht im Zusammenhang mit einer breiteren Erholung im Kryptosektor: Bitcoin konsolidierte zuletzt nahe 89.000 US‑Dollar, US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 2. Januar Zuflüsse von rund 471 Millionen US‑Dollar.

Sammelklagen und Frist Ende Januar

Im Fokus steht aktuell der 30. Januar. An diesem Tag endet die Frist für den Antrag auf Ernennung des Lead Plaintiff in mehreren bereits eingereichten Sammelklagen gegen das Unternehmen. Unter anderem die Kanzleien Kahn Swick & Foti, LLC, Glancy Prongay & Murray LLP und The Schall Law Firm haben dazu Aktionäre informiert.

Die Klagen beziehen sich auf den Zeitraum vom 12. Mai 2025 bis zum 14. November 2025. Auslöser waren im Wesentlichen die Entwicklungen im November 2025:

  • Veröffentlichung der Q3‑2025-Zahlen am 13./14. November 2025
  • gemeldeter Umsatzrückgang von rund 20 %
  • deutliche Senkung der Umsatzprognose 2025 von 218,6 auf etwa 116,6 Millionen US‑Dollar
  • operative Verzögerungen in der Arbitrage-Strategie „DeFi Alpha“

In der Folge brach die Aktie innerhalb von zwei Handelstagen um 27,6 % ein. Die laufenden Verfahren werfen dem Management irreführende Aussagen zur Skalierbarkeit und zum Wettbewerbsumfeld des Geschäftsbereichs Digital Asset Treasury (DAT) vor.

Bewertung und Analystenziele

Trotz der juristischen Risiken und der reduzierten Umsatzprognose halten Analysten laut MarketBeat-Konsens an einer positiven Einstufung fest („Moderate Buy“). Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 4,50 US‑Dollar. Ausgehend von 0,88 US‑Dollar entspräche dies rechnerisch einem Kurspotenzial von über 400 %. Gleichzeitig dürfte dieses Ziel das verschlechterte Fundamentaldatenbild bislang nur unvollständig widerspiegeln.

Auch bei der Bewertung zeigen sich Brüche: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,68 wird berichtet, während andere Datenanbieter wie Robinhood von einem negativen KGV von -4,36 ausgehen. Das verdeutlicht den jüngsten Ergebnisdruck und unterschiedliche Berechnungsmethoden.

Kennzahlen im Überblick

  • Kurs: 0,88 US‑Dollar (+17,15 % am 2. Januar)
  • 52‑Wochen-Spanne: 0,73 – 4,95 US‑Dollar
  • Marktkapitalisierung: ca. 341 Mio. US‑Dollar
  • Analysten-Kursziel (Konsens): 4,50 US‑Dollar
  • Wichtiger Termin: 30. Januar 2026 (Lead-Plaintiff-Frist in Sammelklagen)
  • Liquidität: 165,7 Mio. US‑Dollar in Cash und digitalen Assets (Stand Q3 2025)

Operative Lage und Marktumfeld

Operativ hat DeFi Technologies sein Produktangebot auf 102 Exchange Traded Products (ETPs) ausgebaut. Zum dritten Quartal 2025 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel und digitale Vermögenswerte im Wert von 165,7 Millionen US‑Dollar.

Die jüngste Kursentwicklung steht klar im Zeichen des wieder aufgehellten Sentiments im Kryptobereich zu Jahresbeginn 2026. Bitcoin-ETFs verzeichneten zum Beispiel Nettozuflüsse von 355 Millionen US‑Dollar am 30. Dezember und 471 Millionen US‑Dollar am 2. Januar. Damit fließt spürbar Kapital in den Sektor zurück.

Gleichzeitig bleiben die spezifischen Risiken auf Unternehmensebene hoch. Der im späten Jahr 2025 angekündigte CEO-Abgang sowie eingeräumte Wettbewerbsprobleme im Arbitragegeschäft belasten die strukturelle Bewertung. Die Aktie notiert trotz der jüngsten 17‑prozentigen Erholung deutlich näher am 52‑Wochen-Tief von 0,73 US‑Dollar als am Hoch.

Für die weitere Entwicklung sind vor allem zwei Faktoren entscheidend: der Ausgang der juristischen Auseinandersetzungen rund um die Ereignisse im November 2025 und die Frage, ob das Unternehmen operativ an das frühere Wachstumsniveau anknüpfen kann. Die Frist Ende Januar markiert dabei einen klaren nächsten Prüfstein.

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