Delivery Hero Aktie: Gewinnmotor stottert

Delivery Hero meldet gemischte Jahresbilanz mit starkem Quick-Commerce-Wachstum, doch die Schwäche in der Kernregion MENA führt zu deutlichen Kursverlusten.

Die Kernpunkte:
  • Schwaches Wachstum in der wichtigen MENA-Region
  • Starker operativer Meilenstein in den Amerikas
  • Quick Commerce steigert Bruttowarenwert deutlich
  • Aktie notiert deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt

Delivery Hero präsentiert für das abgelaufene Geschäftsjahr eine gemischte Bilanz. Während die Expansion in Amerika und im Werbegeschäft voranschreitet, sorgt eine Wachstumsbremse in der wichtigen MENA-Region für Verunsicherung am Markt. Anleger strafen das Papier ab, da wesentliche Kennzahlen lediglich das untere Ende der Erwartungen erreichten.

Licht und Schatten in den Regionen

Der Blick auf die Details offenbart einen deutlichen Kontrast innerhalb des Konzerns. In den Amerikas verzeichnete der Lieferdienst einen operativen Meilenstein von durchschnittlich einer Million Bestellungen pro Tag. Dem gegenüber steht jedoch die Entwicklung in der Region Mittlerer Osten und Nordafrika (MENA).

Dort verlangsamte sich das Wachstum des Bruttowarenwerts im vierten Quartal auf magere 0,9 Prozent. Da MENA als zentraler Ertragsbringer gilt, belastet diese Schwäche die Marktstimmung massiv. Doch kann das starke Amerika-Geschäft die Flaute im Orient dauerhaft kompensieren? Der Markt ist skeptisch: Die Aktie verlor allein in den vergangenen 30 Tagen rund 30 Prozent an Wert.

Strategische Erfolge bei Quick Commerce

Positiver verlief die Transformation zur „Everyday App“. Das Segment Quick Commerce steigerte seinen Bruttowarenwert 2025 um über 30 Prozent auf mehr als 7,5 Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Management hier die Marke von 10 Milliarden Euro an. Auch das margenstarke Werbegeschäft (AdTech) entwickelte sich mit einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro stabil und trug zur Profitabilität bei.

Das bereinigte EBITDA lag im Gesamtjahr bei über 900 Millionen Euro, was jedoch von Analysten teils kritisch kommentiert wurde, da es lediglich die untere Spanne der Prognose traf. Zudem lag der Free Cash Flow mit über 200 Millionen Euro unter einigen Markterwartungen.

Mit einem Schlusskurs von zuletzt 18,20 Euro notiert die Aktie deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 22,88 Euro und nähert sich dem 52-Wochen-Tief bei 16,02 Euro an. Erst mit der Veröffentlichung des vollständigen Jahresberichts Ende März 2026 wird Delivery Hero eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr vorlegen und damit die Basis für eine mögliche Neubewertung schaffen.

Delivery Hero-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Delivery Hero-Analyse vom 3. März liefert die Antwort:

Die neusten Delivery Hero-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Delivery Hero-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Delivery Hero: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Delivery Hero