Delivery Hero Aktie: Ninja fordert HungerStation und Talabat

Uber bietet 12 Milliarden für Delivery Hero, doch neue Bieter treiben den Preis für Einzelteile auf 17 Milliarden.

Die Kernpunkte:
  • Uber bietet zwölf Milliarden Euro
  • Einzelverkauf könnte Wert steigern
  • Saudi-Startup Ninja zeigt Interesse
  • Großaktionär Prosus stärkt Verhandlungsposition

Delivery Hero steht vor einer Zerreißprobe. Während Uber den gesamten Konzern schlucken will, bringen sich neue Bieter für die wertvollsten Firmenteile in Stellung. Der Poker um den Berliner Lieferdienst erreicht eine neue Stufe.

Milliardenschwere Bewertungslücke

Uber bietet 12 Milliarden Euro für das gesamte Unternehmen. Investoren halten das für eine deutliche Unterbewertung. Allein die Nahost-Sparte taxieren Experten auf rund 10 Milliarden Euro. Ein Einzelverkauf der Segmente könnte den Wert des Konzerns auf bis zu 17 Milliarden Euro heben.

Saudi-Konkurrenz greift an

Das saudi-arabische Startup Ninja zeigt Interesse an den Kernassets HungerStation und Talabat. Die Gründer von Ninja verfügen über eine tiefe operative Historie bei Delivery Hero. Ein separates Gebot für diese Sparten könnte den Gesamtpreis massiv nach oben treiben. Es stört die Pläne von Uber empfindlich.

Weichenstellung bei Prosus

Der Großaktionär Prosus hält rund 17 Prozent der Anteile. Er versucht derzeit eine Verkaufsverpflichtung bei der EU-Kommission aufzuheben. Parallel dazu veröffentlichte Delivery Hero eine neue Stimmrechtsbasis von rund 303,8 Millionen Rechten. Ein Erfolg von Prosus würde die Verhandlungsmacht gegenüber Uber stärken.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie notiert aktuell bei 37,32 Euro. Seit Jahresbeginn legte das Papier um rund 63 Prozent zu. Damit bleibt der Kurs deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 22,76 Euro.

Die Marke von 40 Euro bildet nun den nächsten entscheidenden Widerstand. Auf der anstehenden Hauptversammlung muss der Vorstand konkrete Details zur strategischen Überprüfung liefern.

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