Delivery Hero Aktie: Östberg geht bis März 2027
Mitgründer Niklas Östberg verlässt bis 2027 die Führung von Delivery Hero. Der Konzern sucht einen Nachfolger und treibt den strategischen Umbau voran.

- Östberg scheidet bis 2027 aus
- Aufsichtsrat startet Nachfolgesuche
- Aspex Management erhöht Druck
- Aktie legt deutlich zu
Niklas Östberg zieht sich bei Delivery Hero schrittweise aus der operativen Spitze zurück. Der Mitgründer und CEO soll sein Amt bis spätestens Ende März 2027 abgeben. Für einen Konzern, der gerade selbst an Strategie und Kapitalstruktur schraubt, ist das ein Einschnitt mit Signalwirkung.
Der Aufsichtsrat hat bereits die Suche nach einem Nachfolger gestartet. Bis Ende 2026 soll der Prozess abgeschlossen sein. Östberg bleibt in der Übergangsphase im Amt und führt weiter die strategische Überprüfung sowie damit verbundene M&A-Themen.
Druck von einem Großaktionär
Hinter der Neuordnung steht auch der Druck von Aspex Management. Der Hongkonger Vermögensverwalter hatte zuletzt den geringen Ertragsausweis von Delivery Hero im Branchenvergleich kritisiert. Zudem drängte Aspex auf einen Rückzug aus einzelnen Regionen und auf einen Führungswechsel.
Der Anteil des Investors liegt inzwischen bei rund 14,2 Prozent. Das verschafft ihm Gewicht. Und es erklärt, warum der Konzern seine strategische Ausrichtung nun noch einmal offen prüft.
Strategie, Cashflow und Kapitalstruktur
Delivery Hero betont seit Längerem eine profitable Wachstumsstrategie. Im Mittelpunkt stehen operativer Cashflow und eine schlankere Kapitalstruktur. Dazu zählen auch Maßnahmen wie längere Fälligkeiten und der Rückkauf von Wandelanleihen.
Zuletzt meldete das Unternehmen für das erste Quartal 2026 ein beschleunigtes GMV-Wachstum. Treiber waren die „Everyday App“-Strategie und der Ausbau im Quick-Commerce-Geschäft. Der Führungswechsel fällt damit in eine Phase, in der Delivery Hero operativ an Tempo zugelegt hat, strategisch aber weiter unter Beobachtung steht.
Die Aktie reagiert spürbar positiv. Sie notiert bei 24,73 Euro und hat auf Sicht von sieben Tagen 18,89 Prozent zugelegt. Seit Jahresanfang steht ein Plus von 8,27 Prozent zu Buche, nach zwölf Monaten liegt der Wert aber noch 9,61 Prozent im Minus.
Was jetzt zählt
Der Aufsichtsrat will die Nachfolge bis Ende 2026 geregelt haben. Bis dahin bleibt Östberg für die laufende Neuaufstellung verantwortlich. Für Anleger rückt damit weniger die Personalie allein in den Vordergrund als die Frage, wie weit Delivery Hero den strategischen Umbau unter dem neuen oder alten Kurs tatsächlich vorantreibt.
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