Delivery Hero Aktie: Prognose erneut angehoben

Im dritten Quartal stiegen Bestellungen, GMV und Umsatz; Delivery Hero erhöhte seine Prognosen für 2026 zum zweiten Mal.

Die Kernpunkte:
  • Mehr als eine Milliarde Bestellungen im Quartal
  • Quick Commerce wächst um 39 Prozent
  • Höhere GMV- und Umsatzziele für 2026
  • Uber-Angebot bleibt wichtiger Aktienkursfaktor

Delivery Hero läuft dem eigenen Plan davon, und zwar nach oben. Im dritten Quartal knackte der Essenslieferdienst erstmals die Marke von einer Milliarde Bestellungen. Der Vorstand hob daraufhin zum zweiten Mal in diesem Jahr die Ziele an. Die Aktie bewegt sich dennoch kaum.

Wachstum in allen Regionen

Der Bruttowarenwert (GMV) stieg auf vergleichbarer Basis um 13,6 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um 22 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zu. Die Zahl der Bestellungen wuchs um 11,5 Prozent auf gut eine Milliarde.

Alle Regionen trugen bei. Am schnellsten wuchs Americas, also Süd- und Zentralamerika sowie die Karibik. Quick Commerce, die Lieferung von Waren des täglichen Bedarfs, blieb ein wichtiger Treiber. Das Segment wuchs um 39 Prozent und steht inzwischen für 19 Prozent des Konzern-GMV.

Höhere Ziele für 2026

Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen nun einen GMV-Zuwachs von 10 bis 12 Prozent, zuvor waren es 9 bis 11 Prozent. Beim Umsatz peilt der Vorstand 18 bis 20 Prozent an, bisher 17 bis 19 Prozent. Beide Angaben gelten zu konstanten Wechselkursen und auf vergleichbarer Basis.

Auch beim bereinigten Ebitda wurde nachgelegt. Es soll nun zwischen 980 Millionen und 1,02 Milliarden Euro liegen, bisher waren 960 Millionen bis 1,0 Milliarden Euro vorgesehen. Hinzu kommt ein höheres Ziel für den Barmittelzufluss.

Bernstein-Analystin Annick Maas sieht die Erwartungen übertroffen, auch wenn es vorab nur wenige Schätzungen gab. Zudem sei Asien auf den Wachstumskurs zurückgekehrt. Sie hofft auf Hinweise des Managements zum laufenden Schlussquartal.

Uber-Offerte bestimmt den Kurs

Entscheidend für die Aktie bleibt jedoch die Übernahme. Uber hatte im Juli ein freiwilliges öffentliches Angebot über 41,50 Euro je Aktie vorgelegt. Seither tritt das Papier weitgehend auf der Stelle. Zuletzt notierte es bei rund 37,30 Euro, ein spürbarer Abschlag zum Angebotspreis. Maas hält die Transaktion und alle damit verbundenen Nachrichten weiter für den wichtigsten Kursfaktor.

Aktionäre können das Angebot noch bis zum 5. November annehmen. Bis zum Vollzug, der für das zweite Halbjahr 2027 erwartet wird, führen beide Unternehmen ihr Geschäft unabhängig weiter.

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