Delivery Hero: Börsenpläne werden konkreter

Die Rocket-Internet-Beteiligung Delivery Hero könnte im nächsten Jahr an die Börse gehen. Dies stellte Vorstandschef und Co-Gründer Niklas Östberg am Wochenende in Aussicht. Anlass für diese Einschätzung bot ein Zeitung-Interview.

© the rock / Fotolia.com
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Das Unternehmen, dessen Geschäftsmodell sich auf die Online-Vermittlung von Essenslieferungen bezieht und das hierzulande vor allem mit den beiden Plattformen lieferheld.de und pizza.de bekannt geworden ist, könnte womöglich im kommenden Jahr an die Börse gehen. Spekulationen über einen Börsengang gibt es schon geraume Zeit. Doch bisher waren konkretere Zeitpläne nicht veröffentlicht worden.

Delivery Hero hat weiteren Kapitalbedarf

Für die bisherigen Aktionäre, zu denen auch Rocket Internet gehört, könnte ein Exit über die Börse zu einem lukrativen Geschäft werden. Denn bei den jüngsten Finanzierungsrunden erreichte das Unternehmen eine Bewertung von knapp 3 Milliarden €. Doch Delivery Hero hat weiteren Kapitalbedarf. So will man nach Auskunft des Vorstandschefs vor allem in die eigene Effizienz und in die Qualität des Essens investieren.

Das Unternehmen selbst ist mittlerweile in 33 Ländern aktiv. Nach eigenen Angaben kann damit ein Jahresumsatz von 3 Milliarden € abgewickelt werden. Die daraus resultierenden Vermittlungsgebühren, sprich der Nettoumsatz von Delivery Hero, liegen nach Unternehmensangaben bei über 300 Millionen €. Außerdem schreibt das Unternehmen laut Östberg im Kerngeschäft schwarze Zahlen.

Ein erfolgreiches IPO wäre auch für Rocket Internet gut

Gelänge ein erfolgreicher Börsengang, wäre das natürlich auch eine gute Nachricht für Rocket Internet. Bekanntlich hat das Beteiligungsunternehmen bei seinem eigenen Börsenauftritt in den letzten Monaten weniger Fortüne. So dümpelt die Aktie derzeit nur in einer Spanne zwischen 17 und 19 €, was zum einen auf viele Fragen hinsichtlich der eigenen Profitabilität zurückzuführen ist.

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Zum anderen halten sich hier die Investoren grundsätzlich zurück, weil viele das zugrunde liegende Geschäftsmodell nicht überblicken können oder wollen. Ein Thema mit dem sich auch andere Firmen aus der Branche der Startup-Finanzierer beschäftigen müssen. Ein erfolgreicher Börsengang von Delivery Hero könnte hier aufzeigen, wie lukrativ solche Beteiligungen sein können.

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