Dell Aktie: KI-Server treiben Rekordprognosen
Dell erhöht Umsatzprognose für KI-Server auf 20 Milliarden Dollar, doch der Gewinnausblick enttäuscht trotz starkem Quartalswachstum von 44 Prozent in der Infrastruktursparte.

- Umsatzprognose für KI-Server auf 20 Mrd. Dollar verdoppelt
- Infrastruktursparte wächst um 44 Prozent im Quartal
- Gewinnprognose für aktuelles Quartal unter Erwartungen
- PC-Geschäft profitiert von Windows-10-Supportende
Dell überrascht mit deutlich angehobenen Jahreszielen. Das Geschäft mit KI-Servern boomt derart, dass der Konzern seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 von 15 auf 20 Milliarden Dollar hochschraubte. Doch warum reagiert die Börse so verhalten?
Der Computerhersteller profitiert massiv vom Hunger der Tech-Konzerne nach leistungsfähiger Hardware für künstliche Intelligenz. Elon Musks KI-Startup xAI und Cloud-Riese CoreWeave gehören bereits zu den Großkunden, die Dells mit Nvidia-Chips bestückte Server ordern. Die Rechnung geht auf: Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um beeindruckende 19 Prozent auf 29,8 Milliarden Dollar.
Besonders die Infrastruktur-Sparte glänzte mit einem Wachstum von 44 Prozent auf 16,8 Milliarden Dollar. Hier bündelt Dell seine Server-, Storage- und Software-Lösungen – genau jene Bereiche, die von der KI-Revolution profitieren.
Nachbörslicher Dämpfer trotz starker Zahlen
Doch die Anleger zeigten sich unbeeindruckt. Die Aktie gab nachbörslich über vier Prozent nach. Der Grund: Dells Gewinnausblick für das laufende Quartal enttäuschte. Mit prognostizierten 2,45 Dollar je Aktie liegt das Unternehmen unter den Analystenschätzungen von 2,55 Dollar.
Das verdeutlicht ein zentrales Problem des KI-Server-Geschäfts. Zwar explodiert die Nachfrage, doch die hohen Produktionskosten und der intensive Wettbewerb mit Rivalen wie Super Micro Computer drücken auf die Margen.
Dennoch hob Dell die Jahresprognose kräftig an: Der Gesamtumsatz soll nun zwischen 105 und 109 Milliarden Dollar liegen, zuvor waren es 101 bis 105 Milliarden. Beim Gewinn je Aktie peilt das Management 9,55 Dollar an statt der bisherigen 9,40 Dollar.
PC-Geschäft vor neuem Schwung
Parallel könnte dem Konzern ein zweiter Wachstumstreiber winken. Das traditionelle PC-Geschäft, das zuletzt nur moderat um ein Prozent auf 12,5 Milliarden Dollar wuchs, steht vor einem Aufschwung. Microsoft beendet im Oktober den Support für Windows 10 – ein klassischer Auslöser für einen Erneuerungszyklus.
Die ersten Signale sind bereits zu sehen: Konkurrent HP vermeldete dank KI-PCs und dem Windows-11-Upgrade bessere Zahlen als erwartet. Dell dürfte ähnlich profitieren, wenn Unternehmen ihre Rechnerflotten modernisieren müssen.
Die Mischung aus boomenden KI-Servern und einer möglichen PC-Renaissance macht Dell zu einem spannenden Kandidaten im Tech-Sektor. Bleibt die Frage, ob die Gewinnmargen mit dem rasanten Wachstum mithalten können.
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