Dell Technologies Aktie: Evercore hebt Kursziel auf 550 Dollar

Evercore ISI erhöht das Kursziel für Dell auf 550 US-Dollar. Analysten sehen im margenstarken Speichersegment einen zentralen Gewinntreiber für die kommenden Jahre.

Die Kernpunkte:
  • Kursziel auf 550 US-Dollar erhöht
  • Speichersparte mit hohen Margen
  • Aktie trotzdem unter Druck
  • Quartalszahlen am 1. September

Im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlen von Dell Technologies setzen Analysten verstärkt auf die Dynamik im Speichergeschäft des IT-Konzerns. Während die Technologiebranche derzeit mit volatilen Märkten kämpft, hob das Analysehaus Evercore ISI das Kursziel für die Aktie deutlich an. Die Experten sehen in der oft übersehenen Sparte für Speicherlösungen einen wesentlichen Treiber für künftiges Gewinnwachstum.

Speichergeschäft als unterbewerteter Wachstumstreiber

Evercore ISI hat das Kursziel für Dell Technologies von 500 auf 550 US-Dollar nach oben korrigiert und die Einstufung auf „Outperform“ belassen. Das neue Ziel liegt damit rund 17 Prozent über dem jüngsten Kursniveau an der New Yorker Börse.

Die Analysten begründen ihre optimistische Haltung mit dem Speicherportfolio, das etwa zehn Prozent des erwarteten Umsatzes im Fiskaljahr 2027 ausmacht. Durch eine zunehmende Rückverlagerung von Arbeitslasten in lokale Rechenzentren rechnet das Haus mit zweistelligen Wachstumsraten in diesem Segment.

Besonders die Margenstruktur spricht für diese Entwicklung: Während die Margen bei KI-Servern im mittleren einstelligen Bereich liegen, erzielt Dell im Speicherbereich Margen im niedrigen 20-Prozent-Bereich.

Im besten Fall könnte dieses Segment im Fiskaljahr 2028 einen Gewinnbeitrag von über 2,00 US-Dollar je Aktie leisten. Diese Einschätzung stützt den Ausblick, wonach Dell über das reine Hardware-Geschäft mit Servern hinaus von einer breiteren Infrastruktur-Nachfrage profitieren kann.

Marktdruck trifft auf starke Fundamentaldaten

Trotz der positiven Analystenstimmen steht der Titel heute unter Verkaufsdruck. Die Dell-Aktie notiert aktuell bei 374,15 € und verzeichnet damit eine Tagesveränderung von -7,5 %. Damit spiegelt das Papier eine allgemeine Schwäche im Technologiesektor wider, nachdem gestern steigende Anleiherenditen für Unsicherheit im Hinblick auf den KI-Boom gesorgt hatten. Dennoch hält sich die Aktie knapp oberhalb wichtiger technischer Marken wie dem 50-Tage-Durchschnitt von 371,81 €.

Die operativen Kennzahlen der jüngeren Vergangenheit untermauern die Marktposition. Im ersten Quartal des laufenden Jahres meldete das Unternehmen einen Umsatz von 43,84 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 87,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Das Ergebnis je Aktie lag mit 4,86 US-Dollar deutlich über den Erwartungen der Marktbeobachter. Laut Daten des IDC führt Dell zudem den Markt für KI-Infrastruktur an und konnte den Umsatz mit KI-Servern im Jahresvergleich um 422 Prozent steigern.

Institutionelles Interesse und Ausblick auf September

Das langfristige Potenzial zieht vermehrt institutionelle Investoren an. So hat die Commerzbank AG FI im zweiten Quartal eine neue Position in Dell-Aktien aufgebaut. Auch große Vermögensverwalter wie Vanguard und State Street haben ihre Beteiligungen zuletzt moderat aufgestockt. Parallel dazu ordnet Mizuho den Konzern als einen der potenziellen Gewinner für das Jahr 2027 im Bereich der KI-Netzwerk-Konnektivität ein.

Anleger richten ihren Blick nun auf den 1. September, wenn Dell Technologies die Finanzergebnisse für das zweite Quartal des Fiskaljahres 2027 vor US-Börsenöffnung präsentieren wird.

Bis dahin bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 444,95 €, das erst Mitte August erreicht wurde, mit rund 16 Prozent ein zentraler Orientierungspunkt für die charttechnische Erholung. Ein geplanter Conference Call am Nachmittag des Berichtstages soll weitere Details zur Entwicklung der Speichermargen und der Auftragslage bei KI-Infrastruktur liefern.

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