Dell Technologies Aktie: Rückenwind von Super Micro

Super Micros höhere Umsatz- und Margenerwartung beflügelt KI-Serverwerte, verändert jedoch Dells eigene Geschäftszahlen nicht.

Die Kernpunkte:
  • Dell legt nachbörslich knapp sechs Prozent zu
  • Super Micro hebt Quartalsumsatzprognose deutlich an
  • KI-Plattformen treiben Super Micros Nachfrage
  • Vollständige Quartalszahlen folgen am 3. November

Ein Konkurrent liefert, und Dell profitiert mit. Nachbörslich legte die Aktie um knapp sechs Prozent auf rund 489 Dollar zu, nachdem Rivale Super Micro Computer am Dienstagabend vorläufige Zahlen weit über den Erwartungen vorgelegt hatte.

Der Auslöser: Super Micros Umsatzsprung

Super Micro hebt die Umsatzprognose für das erste Geschäftsquartal 2027 auf 18,5 bis 19,5 Milliarden Dollar an. Zuvor standen 14,5 bis 15,5 Milliarden im Plan. Auch die Wall-Street-Erwartungen von rund 15 Milliarden Dollar liegen deutlich darunter. Als Treiber nennt der Serverhersteller die starke Nachfrage nach KI-Plattformen.

Dazu kommt eine höhere Margenerwartung. Die Bruttomarge soll nun bei 12,0 bis 12,5 Prozent liegen, nach zuvor 10,4 bis 10,8 Prozent. Super Micro begründet das mit einem günstigeren Kunden- und Produktmix.

Was das für Dell bedeutet

Die Zahlen gelten als Indiz, dass die Nachfrage nach KI-Servern weiter anzieht. Das ist genau das Segment, in dem auch Dell sein Wachstum verortet. Neben Dell zog Hewlett Packard Enterprise nachbörslich um gut fünf Prozent an.

Für Dell kommt der Impuls zur rechten Zeit. Mitte Oktober hatten Zweifel eines Analysten an der KI-Story die Aktie belastet. Die nachbörsliche Erholung ist zunächst nur eine Sympathiebewegung. Dells eigene Geschäftszahlen sind damit nicht berührt.

Den nächsten konkreten Prüfstein liefert Super Micro am 3. November. Dann legt das Unternehmen nach US-Börsenschluss die vollständigen Quartalszahlen vor. Bestätigen sie den Umsatz- und Margentrend, dürfte die Sympathie für die KI-Server-Branche und damit für Dell Nahrung behalten.

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