Dell will zurück an die Börse

Es sorgte im Jahr 2013 für viel Aufsehen, als Michael Dell mit anderen Finanzinvestoren Dell kaufte und von der Börse nahm. Nun plant der Computerhersteller sein Comeback.

Doch dafür müssen erst einmal die Investoren überzeugt werden. Und das ist gar nicht so einfach. Denn Dell legt seinen Anlegern Pläne für einen komplexen Aktiendeal vor, die bei einigen nicht gut ankommen. Besonders beim berüchtigten Carl Icahn.

Denn gelingen soll der Deal über die im Jahr 2016 übernommene Software-Firma VMware. Hierbei will Dell die Besitzer der Tracker-Aktie DVMT, die über diese an VMware beteiligt sind, auszahlen. 1,3665 C-Aktien von Dell sollen Tracker-Besitzer für ihre VMware-Anteile bekommen. Alternativ erhalten sie 109 US-Dollar in bar. Hinzu kommt eine Sonderdividende in Höhe von 11 Milliarden Dollar, was den Wert des Gesamtdeals auf 22 Milliarden Dollar treibt. Damit bewertet Dell die DVMT-Aktien mit 94 US-Dollar, aktuell werden sie bei knapp über 99 US-Dollar gehandelt. Zu wenig, findet auch Carl Icahn. Denn er ist mit 8,3 % der Tracking-Aktien größter Anteilseigner.

Carl Icahn fordert Einsicht in die Bücher

In der letzten Woche klagte somit auch Icahn, der allgemein als Unruhestifter bekannt ist, und forderte von Dell Einsicht in die Bücher. Zudem will er selbst Aktien von anderen Investoren aufkaufen, um gegen den Deal stimmen zu können, wenn es kein besseres Angebot gibt.

Somit ist jetzt der Ball wieder bei Dell und es gibt bereits Anzeichen für Bewegung. Das Unternehmen ging auf die Investoren zu. Denn laut Wall Street Journal, habe man bereits einige der größten Aktionäre kontaktiert und nachgefragt, unter welchen Bedingungen sie solch einen Deal für den Börsengang akzeptieren würden. Es bleibt also spannend, inwieweit Michael Dell seine Pläne realisieren wird. Dass er es tun wird, steht für Insider des Unternehmens fest.

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