Demire: Prognose auf 42,5–44,5 Millionen angehoben
Demire erhöht nach besserem ersten Halbjahr die Jahresziele für Mieterträge und FFO I. Die Aktie legt vorbörslich deutlich zu.

- Jahresprognose für Mieterträge angehoben
- FFO I-Ziel deutlich nach oben korrigiert
- EBIT dreht nach Verlust in Gewinn
- Aktie steigt vorbörslich um 7,2 Prozent
Die Immobiliengesellschaft Demire Deutsche Mittelstand Real Estate blickt optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Nach einer besser als erwartet ausgefallenen Geschäftsentwicklung in der ersten Jahreshälfte hat das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben.
Anleger reagierten positiv auf die Nachrichten: Im vorbörslichen Handel legte die Aktie am heutigen Freitag um 7,2 Prozent auf 0,4180 Euro zu. Das Papier notiert damit jedoch weiterhin deutlich unter dem im Januar erreichten 52-Wochen-Hoch von 0,7750 Euro.
Optimistischerer Ausblick für das Gesamtjahr
Die neuen Zielsetzungen des Konzerns sehen bei den Mieterträgen nun eine Spanne von 42,5 bis 44,5 Millionen Euro vor. Zuvor war das Management von einem Korridor zwischen 41,5 und 43,5 Millionen Euro ausgegangen. Auch bei der für Immobilienunternehmen wichtigen Kennziffer FFO I (Funds from Operations nach Steuern, vor Minderheiten) erwartet Demire eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Planung.
Während die alte Prognose noch ein Ergebnis zwischen minus 1,0 und plus 1,0 Millionen Euro vorsah, wird nun mit einem positiven Wert zwischen 0,5 und 2,5 Millionen Euro gerechnet. Diese Anhebung verdeutlicht, dass sich das operative Geschäft trotz des schwierigen Marktumfelds für Gewerbeimmobilien stabiler entwickelt als ursprünglich kalkuliert.
Kennzahlen des ersten Halbjahres im Detail
Gestern veröffentlichte Berichte zum ersten Halbjahr 2026 zeigen ein gemischtes, aber in wesentlichen Punkten verbessertes Bild. Die Mieterträge beliefen sich in den ersten sechs Monaten auf 23,0 Millionen Euro, was einem Rückgang von 17,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 27,8 Millionen Euro entspricht. Der FFO I lag im Berichtszeitraum bei 2,0 Millionen Euro, nachdem im ersten Halbjahr des Vorjahres noch 5,0 Millionen Euro erzielt worden waren.
Trotz der geringeren Mieteinnahmen gelang beim operativen Ergebnis (EBIT) ein deutlicher Sprung in die Gewinnzone. Nachdem im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 24,9 Millionen Euro zu Buche stand, wies Demire für die ersten sechs Monate 2026 ein EBIT von 8,0 Millionen Euro aus. Dieser Turnaround stützt die Zuversicht des Vorstands für den restlichen Jahresverlauf.
Portfoliostruktur und finanzielle Stabilität
Das Immobilienportfolio der Demire umfasst aktuell 42 Objekte mit einem Marktwert von insgesamt 670,8 Millionen Euro. Zum Ende des vergangenen Jahres lag dieser Wert noch bei 688,3 Millionen Euro. Dieser Rückgang spiegelt sich auch im Net Asset Value (NAV) je Aktie wider, der zum Stichtag 1,40 Euro betrug, verglichen mit 1,59 Euro am 31. Dezember 2025.
In der operativen Bewirtschaftung zeigen sich Herausforderungen bei der Vermietung. Die Leerstandsquote stieg auf 21,5 Prozent an, nachdem sie Ende des Vorjahres noch bei 16,4 Prozent gelegen hatte. Demgegenüber konnte die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge (WALT) leicht von 4,7 auf 5,0 Jahre gesteigert werden.
Auf der Finanzierungsseite blieb die Lage weitgehend stabil. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten sanken geringfügig von 4,83 Prozent auf 4,74 Prozent. Der Net-LTV (Net Loan-to-Value), der das Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum Immobilienvermögen beschreibt, erhöhte sich leicht von 41,8 Prozent auf 42,4 Prozent.
Diese Kennzahlen verdeutlichen, dass das Unternehmen trotz des gestiegenen Leerstands über eine solide Finanzierungsstruktur verfügt, um die weitere Transformation des Portfolios voranzutreiben.
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