Deutsche Bank Aktie: Aufstieg ungewiss?

Eine umstrittene Analyse zu Trump und Grönland veranlasste den US-Finanzminister, eine öffentliche Distanzierung der Deutschen Bank einzufordern. Der Vorfall zeigt den politischen Druck auf Finanzinstitute.

Die Kernpunkte:
  • Umstrittene Analyse zu Trump und Grönland
  • US-Finanzminister fordert öffentliche Distanzierung
  • Bankenaktien leiden unter geopolitischer Unsicherheit
  • Trump erhöht Druck auf kritische Wall-Street-Analysen

Die Deutsche Bank geriet diese Woche gleich von mehreren Seiten unter Druck. Während die Aktie am Mittwoch rund 2 Prozent verlor, musste sich CEO Christian Sewing bei US-Finanzminister Scott Bessent erklären – wegen einer brisanten Analyst-Studie zu Trump und Grönland.

Analyst löst diplomatischen Eklat aus

George Saravelos, Chef der Devisenforschung bei der Deutschen Bank, veröffentlichte am Sonntag eine Analyse, die in Washington für Empörung sorgte. Der Analyst warnte, dass europäische Investoren als Reaktion auf Trumps Drohungen gegen Grönland US-Vermögenswerte im Wert von 8 Billionen Dollar verkaufen könnten. Die Botschaft: Europäer müssten sich fragen, warum sie weiterhin bereit sein sollten, amerikanische Bonds und Aktien zu halten, wenn die geoökonomische Stabilität der westlichen Allianz existenziell erschüttert wird.

Die Reaktion aus Washington kam prompt und hart. Finanzminister Bessent berichtete am Mittwoch in Davos, dass Sewing persönlich angerufen habe, um klarzustellen: Die Bank stehe nicht hinter dieser Analysteneinschätzung. Bessent warf den “Fake News Medien” vor, den Report eines einzelnen Analysten aufgebauscht zu haben.

Banken unter Trump-Druck

Der Vorfall reiht sich ein in Trumps aggressives Vorgehen gegen Wall-Street-Analysen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Präsident Goldman Sachs und CEO David Solomon scharf attackiert, weil die Bank negative Auswirkungen von Zöllen auf die Wirtschaft prognostiziert hatte. Trump stellte damals sogar Solomons Führungseignung öffentlich infrage.

Die Deutsche Bank betonte in einer Stellungnahme zwar die Unabhängigkeit ihrer Forschungsabteilung. Gleichzeitig machte man deutlich, dass einzelne Research-Notizen nicht zwingend die Meinung des Bankmanagements widerspiegeln.

Zoll-Unsicherheit belastet den Sektor

Neben der diplomatischen Verstimmung drückt auch die allgemeine Marktunsicherheit auf Bankaktien. Bundesbankpräsident Joachim Nagel warnte am Mittwoch, dass mögliche US-Zölle Auswirkungen auf künftige Zinsentscheidungen der EZB haben könnten. Die Unsicherheit vor Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos setzte dem gesamten Bankensektor zu.

Der Branchenindex kämpfte am Mittwoch um seine 21-Tage-Linie, nachdem er in der Vorwoche noch ein Hoch seit 2008 erreicht hatte. Neben der Deutschen Bank verlor auch die Commerzbank rund 2 Prozent. Die Nervosität der Anleger ist spürbar: Wie wird Trump seinen Druck auf Europa weiter erhöhen? Und welche Rolle werden die Banken in diesem geopolitischen Poker spielen?

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