Deutsche Bank Aktie: Bestes Jahr seit 2007
Die Deutsche Bank meldet den höchsten Vorsteuergewinn seit 2007 und erhöht die Dividende deutlich, während gleichzeitig Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen.

- Vorsteuergewinn steigt um 84 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro
- Dividende wird um 50 Prozent auf 1,00 Euro je Aktie angehoben
- Bundespolizei durchsucht Büros wegen verspäteter Geldwäschemeldungen
- Bank plant Aktienrückkäufe im Wert von einer Milliarde Euro
Die Deutsche Bank liefert das stärkste Ergebnis seit der Finanzkrise – und kämpft gleichzeitig gegen den Schatten der Vergangenheit. Während CEO Christian Sewing Rekordzahlen präsentiert, durchsucht die Bundespolizei Büros der Bank wegen Geldwäscheverdachts. Ein zwiespältiger Moment für Deutschlands größtes Geldhaus.
Die wichtigsten Fakten:
– Vorsteuergewinn 2025: 9,7 Milliarden Euro (+84% zum Vorjahr)
– Nettogewinn mehr als verdoppelt auf 6,12 Milliarden Euro
– Dividende steigt um 50% auf 1,00 Euro je Aktie
– Zusätzlich 1 Milliarde Euro Aktienrückkäufe geplant
– Durchsuchungen wegen verspäteter Geldwäsche-Verdachtsmeldungen
Investment Banking treibt Rekordergebnis
Das vierte Quartal markierte den Höhepunkt eines außergewöhnlichen Jahres. Mit einem Vorsteuergewinn von 2,0 Milliarden Euro übertraf die Bank die Analystenerwartungen deutlich. Verantwortlich dafür war vor allem die Investmentbank: Der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen legte um 7 Prozent zu – das stärkste Quartal in diesem Segment.
Die Erträge erreichten im Gesamtjahr 32,1 Milliarden Euro und damit exakt das selbstgesteckte Ziel. Gleichzeitig gelang es, die Kosten um 10 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro zu senken. Die Eigenkapitalrendite kletterte auf 10,3 Prozent nach 4,7 Prozent im Vorjahr.
Kapitalausschüttung übertrifft Zielvorgabe
Die Aktionäre profitieren überproportional vom Erfolg. Die geplante Dividende von 1,00 Euro je Aktie bedeutet eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusammen mit dem angekündigten Rückkaufprogramm über 1 Milliarde Euro summieren sich die Ausschüttungen für die Jahre 2021 bis 2025 auf 8,5 Milliarden Euro – mehr als ursprünglich in Aussicht gestellt.
Ab 2026 will die Bank die Ausschüttungsquote von 50 auf 60 Prozent erhöhen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen stabil bleiben.
Geldwäscheverdacht überschattet Bilanzpräsentation
Die Durchsuchung durch die Bundespolizei am 28. Januar wirft einen Schatten auf die Erfolgsmeldung. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts, die Bank habe zwischen 2013 und 2018 verdächtige Transaktionen zu spät gemeldet. Die Durchsuchungen in Frankfurt und Berlin dauerten auch während der Bilanzpressekonferenz an.
Die Deutsche Bank beteuert vollständige Kooperation mit den Behörden. Konkrete Auswirkungen auf das laufende Geschäft sind bislang nicht erkennbar. Die Aktie gab nach Bekanntwerden der Ermittlungen jedoch deutlich nach.
Ausblick: Ehrgeizige Ziele bis 2028
Für 2026 peilt die Bank Erträge von rund 33 Milliarden Euro an. Bis 2028 soll die Eigenkapitalrendite nach Steuern auf über 13 Prozent steigen, während die Aufwand-Ertrags-Quote unter 60 Prozent fallen soll. Die Corporate Bank bleibt dabei eine Herausforderung: Trotz wachsender Einlagen sanken die Erträge um 1 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Deutsche Bank ihren Erfolgskurs halten kann – oder ob die laufenden Ermittlungen zur Belastung werden. Am 29. April folgen die Zahlen für das erste Quartal 2026.
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