Deutsche Bank Aktie: Milliarden-Ziel geknackt

Die Deutsche Bank schüttet mehr Kapital an Aktionäre aus als geplant und erhöht die Dividende um 50 Prozent. Die Aktie leidet jedoch unter makroökonomischen Belastungen.

Die Kernpunkte:
  • Dividende steigt um rund 50 Prozent
  • Ausschüttungsziel von 8,5 Mrd. Euro übertroffen
  • Aktienkurs mit deutlichem Jahresminus
  • Erhöhung der Aufsichtsratsvergütungen geplant

Erstmals seit sieben Jahren lädt die Deutsche Bank ihre Aktionäre wieder zu einer physischen Hauptversammlung ein. Neben der Rückkehr zur Präsenz in Frankfurt steht ein Thema besonders im Mittelpunkt: Das Institut schüttet deutlich mehr Kapital an seine Anteilseigner aus als ursprünglich geplant.

Dividende und Rückkäufe übertreffen Plan

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem satten Aufschlag von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusammen mit dem im Februar gestarteten Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro summieren sich die Kapitalausschüttungen für die Jahre 2021 bis 2025 auf 8,5 Milliarden Euro. Damit übertrifft die Bank ihre eigene Zielmarke von 8,0 Milliarden Euro spürbar.

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Umbau und höhere Gehälter im Kontrollgremium

Auf dem Aktionärstreffen am 28. Mai stehen zudem personelle und finanzielle Weichenstellungen an. Während der Vorsitzende Alexander Wynaendts zur Wiederwahl antritt, verlässt Frank Witter den Aufsichtsrat. Als Nachfolger ist Henkel-Chef Carsten Knobel nominiert. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, plant die Bank eine deutliche Anhebung der Aufsichtsratsvergütungen:

  • Grundvergütung der Mitglieder: Anstieg von 300.000 auf 350.000 Euro
  • Vorsitzender: Erhöhung von 950.000 auf 1,15 Millionen Euro
  • Stellvertreter: Zuwachs um 75.000 auf 550.000 Euro

Belastungsfaktoren bremsen den Kurs

Trotz der spendablen Ausschüttungspolitik notierte das Papier am Freitag bei 27,61 Euro und verbucht damit seit Jahresbeginn ein Minus von 17,74 Prozent. Verantwortlich für die Zurückhaltung der Anleger sind vor allem makroökonomische Belastungen. Eskalierende US-Zollmaßnahmen gegen deutsche Exporte drücken auf den gesamten europäischen Bankensektor. Zusätzlich sorgt das im jüngsten Jahresbericht offengelegte Private-Credit-Portfolio in Höhe von 25,9 Milliarden Euro für eine verschärfte Beobachtung durch den Markt.

Neue fundamentale Impulse liefert bereits der 29. April. An diesem Datum präsentiert die Deutsche Bank ihre Ergebnisse für das erste Quartal. Die Zwischenmitteilung wird konkrete Daten liefern, wie robust sich die Ertragsströme aus Investmentbanking und Kreditgeschäft nach dem starken Vorjahres-Vorsteuergewinn von 9,7 Milliarden Euro aktuell entwickeln.

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