Deutsche Bank Aktie: Neues Rückkaufprogramm läuft
Die Deutsche Bank setzt nach einem abgeschlossenen Milliardenprogramm weitere Rückkäufe um. Gewinne und Aktienkurs liegen zugleich auf hohem Niveau.

- Neues Rückkaufprogramm über 500 Millionen Euro
- Vorgängertranche mit einer Milliarde Euro beendet
- Zweites Quartal mit starkem Nachsteuergewinn
- Aktie nahe dem 52-Wochen-Hoch
Die Deutsche Bank legt bei ihren Kapitalrückführungen nach: Seit dem 25. August läuft ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 500 Millionen Euro, begrenzt auf maximal 50 Millionen Aktien. Das Programm folgt unmittelbar auf den Abschluss der vorherigen Rückkauftranche und markiert den nächsten Schritt einer Ausschüttungspolitik, die das Institut bereits im Sommer angekündigt hatte.
Vorgängerprogramm mit Volumen von einer Milliarde Euro beendet
Nur einen Tag zuvor, am 24. August, hatte die Bank das im Februar gestartete Rückkaufprogramm über eine Milliarde Euro abgeschlossen. Zwischen dem 26. Februar und dem 21. August erwarb das Institut 35,7 Millionen eigene Aktien, das entspricht 1,87 Prozent des Grundkapitals, zu einem volumengewichteten Durchschnittskurs von 28,00 Euro je Aktie.
Der aktuelle Schlusskurs von 34,80 Euro liegt damit deutlich über jenem Einstandsniveau – ein Beleg dafür, wie sich die Aktie seit dem Rückkaufstart entwickelt hat.
Die Fortsetzung der Rückkäufe ist keine Überraschung, sondern Teil einer bereits im Juli kommunizierten Strategie. Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen hatte die Bank angekündigt, nach Abschluss des Milliardenprogramms ein weiteres über 500 Millionen Euro für die zweite Jahreshälfte aufzulegen. Damit hält das Institut an seinem Ziel fest, insgesamt 60 Prozent des Gewinns an die Aktionäre auszuschütten.
Rekordgewinne stützen die Ausschüttungsstrategie
Grundlage für die anhaltenden Kapitalrückführungen sind starke operative Zahlen. Im zweiten Quartal 2026 erzielte die Deutsche Bank einen Vorsteuergewinn von 2,7 Milliarden Euro, ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Nachsteuergewinn kletterte auf 1,9 Milliarden Euro – der höchste Wert, den die Bank je in einem zweiten Quartal erzielt hat, ein Anstieg von 10 Prozent. Das verwässerte Ergebnis je Aktie stieg um 19 Prozent auf 0,57 Euro.
Für das erste Halbjahr insgesamt weist die Bank einen Rekordgewinn nach Steuern von 4,1 Milliarden Euro aus, neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Vorsteuerergebnis lag bei 5,7 Milliarden Euro, ebenfalls ein Plus von 9 Prozent. Schon im ersten Quartal hatte die Bank mit 2,2 Milliarden Euro Nachsteuergewinn einen Rekordwert für den Berichtszeitraum erzielt.
Aktie nahe am Jahreshoch
Die Kombination aus Rekordgewinnen und laufenden Rückkaufprogrammen spiegelt sich im Kursverlauf wider. Mit 34,80 Euro notiert die Aktie nur noch 0,6 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 35,02 Euro, das erst vor wenigen Tagen erreicht wurde.
Über die vergangenen 30 Tage legte das Papier um 9,1 Prozent zu, binnen zwölf Monaten summiert sich der Zuwachs auf 15 Prozent. Gegenüber dem Jahrestief von 23,60 Euro im März steht die Aktie damit deutlich höher.
Parallel zu den Kapitalmaßnahmen treibt die Bank auch strategische Projekte voran. Als Key Design Partner half sie Google Cloud bei der Entwicklung des Financial Research Agent für die Plattform Gemini Enterprise for Financial Services und bringt dabei Anforderungen zu Sicherheit, Prüfbarkeit und Datenresidenz ein. Die Bank zählt zu den ersten Nutzern der Lösung und plant den Einsatz im Corporate Banking, um Kundenbedürfnisse gezielter zu identifizieren.
Zudem wurde die Deutsche Bank Anfang August von der chinesischen Zentralbank als Renminbi-Clearingbank für Europa mit Sitz in Frankfurt benannt – als erstes ausländisches Institut in Europa mit dieser Funktion. Sie übernimmt künftig die durchgängige Abwicklung grenzüberschreitender Renminbi-Transaktionen für europäische Finanzinstitute und Unternehmen.
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