Deutsche Bank Aktie: Rekordkurs trotz Vorjahresvergleich
Für das dritte Quartal prognostizieren Analysten niedrigere Gewinne als 2025; zugleich sinkt die Kapitalanforderung ab Januar 2027.

- Vorsteuergewinn von 2,4 Milliarden Euro erwartet
- Überschuss soll knapp 1,7 Milliarden Euro erreichen
- P2R sinkt 2027 auf 2,60 Prozent
- Aktie steigt nachbörslich zeitweise knapp ein Prozent
Heute legt die Deutsche Bank ihre Zahlen zum dritten Quartal vor, um 7.00 Uhr. Analysten erwarten ein weiteres Rekordniveau, allerdings mit einer kleinen Einschränkung: Das starke Vorjahr dürfte knapp unerreicht bleiben.
Erwartungen für das dritte Quartal
Im Schnitt rechnen Analysten mit einem Vorsteuergewinn von rund 2,4 Milliarden Euro. Damit läge das Ergebnis leicht unter dem dritten Quartal 2025, das den höchsten Wert für diesen Zeitraum seit mindestens 2007 markierte.
Auch unter dem Strich zeichnet sich ein minimaler Rückgang ab. Erwartet wird ein Überschuss von knapp 1,7 Milliarden Euro, davon entfallen 1,44 Milliarden Euro auf die Aktionäre. Beide Größen lägen unter den Vorjahreswerten.
Zuvor hatte das Institut im ersten Halbjahr 2026 gut verdient. Treiber waren vor allem der Handel mit Wertpapieren und Währungen sowie die Begleitung von Börsengängen.
Rückenwind von der Aufsicht
Bereits gestern Abend kam eine Nachricht, die der Aktie nachbörslich leichten Auftrieb gab. Die Säule-2-Anforderung (P2R) sinkt ab Januar 2027 auf 2,60 Prozent, also um 25 Basispunkte gegenüber 2026. Die Bank teilte das mit.
Die gesamte aufsichtliche Anforderung an die harte Kernkapitalquote beträgt für 2027 dann 11,07 Prozent. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2026 wies das Institut eine Quote von 13,92 Prozent aus. Der Puffer bleibt damit komfortabel. Im nachbörslichen Handel auf Tradegate legte die Aktie zeitweise knapp ein Prozent auf 28,90 Euro zu.
Hohe Messlatte
Die Latte liegt hoch. Im Gesamtjahr 2025 erzielte die Bank mit gut 9,7 Milliarden Euro vor Steuern das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Unter dem Strich standen 6,1 Milliarden Euro. Ein höherer Gewinn für die Anteilseigner ergab sich nur im Rekordjahr 2007 mit rund 6,5 Milliarden Euro.
Heute Morgen zeigt sich, ob das Institut die Erwartungen trifft. Ein Ergebnis um 2,4 Milliarden Euro vor Steuern würde den Rekordkurs bestätigen, auch wenn der Vorjahreswert knapp verfehlt wird.
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