Deutsche Bank Aktie: Überraschend positiv
Die Deutsche Bank notiert erstmals seit 2008 wieder über ihrem Buchwert und prüft den Verkauf ihres Indien-Geschäfts für über 2,5 Milliarden Dollar. Analysten sehen weiteres Potenzial.

- Aktienkurs übersteigt erstmals seit 2008 den Buchwert
- Angebote für Indien-Geschäft über 2,5 Milliarden Dollar
- JPMorgan erhöht Kursziel auf 40 Euro
- CEO Sewing warnt vor Nullwachstum in Deutschland
Die Sanierung trägt Früchte: Erstmals seit der Finanzkrise 2008 notiert das Finanzinstitut wieder über seinem Buchwert. Doch damit nicht genug – ein geplanter Milliarden-Verkauf in Asien könnte jetzt zusätzliches Kapital freisetzen und die Bilanz weiter stärken. Während der Markt die operative Wende feiert, mahnt CEO Christian Sewing allerdings zur Vorsicht angesichts der heimischen Wirtschaftslage.
Hier sind die wichtigsten Fakten der aktuellen Entwicklung:
- Milliardenschwerer Deal: Verbindliche Angebote von über 2,5 Milliarden Dollar für das Indien-Geschäft liegen vor.
- Bewertungswende: Der Aktienkurs hat den Buchwert überschritten – ein wichtiges Signal für institutionelle Investoren.
- Analysten-Optimismus: JPMorgan erhöht das Kursziel auf 40 Euro.
- Warnsignal: CEO Sewing sieht das Risiko einer Ära ohne Wirtschaftswachstum in Deutschland.
2,5 Milliarden Dollar für die Bilanz
Im Zentrum der aktuellen Fantasie steht ein massiver Desinvestitionsprozess. Für das indische Privatkunden- und Vermögensverwaltungsgeschäft liegen der Bank verbindliche Angebote vor. Marktberichten zufolge bieten sowohl die Kotak Mahindra Bank als auch die Federal Bank jeweils mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar.
Das Paket umfasst Hypothekendarlehen, KMU-Kredite und die Vermögensverwaltung. Ein Verkauf wäre ein wichtiger Schritt in der laufenden Portfolio-Bereinigung, nachdem ein ähnlicher Versuch im Jahr 2018 noch gescheitert war. Ein erfolgreicher Abschluss würde signifikantes Kapital freisetzen, das die Bank zur Stärkung der Kapitalquote oder für Investitionen nutzen könnte.
Neue Zeitrechnung bei der Bewertung
Fundamentale Daten untermauern den jüngsten Lauf der Aktie, die heute bei 33,77 Euro notiert. Das Überschreiten des Buchwerts markiert das Ende der reinen Erholungsphase und den Beginn der sogenannten “Proof-of-Execution”-Phase. Anleger setzen nun darauf, dass die Bank ihre Gewinne durch operative Exzellenz und nicht mehr nur durch Bewertungshochstufungen steigert.
Diese Zuversicht spiegelt sich in der massiven Performance wider: Auf Sicht von 12 Monaten legte das Papier um beachtliche 98,51 Prozent zu. Analysten sehen den Zenit noch nicht erreicht. JPMorgan stuft die Aktie mit “Overweight” ein und hob das Kursziel auf 40 Euro an, während RBC bei einem Ziel von 38 Euro bleibt. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von aktuell 17,46 Prozent verdeutlicht den starken Aufwärtstrend.
Makro-Gegenwind und US-Risiken
Trotz der internen Erfolge bleibt das Umfeld herausfordernd. CEO Christian Sewing warnte eindringlich vor einem strukturellen Nullwachstum in Deutschland bis Ende des Jahrzehnts, sollten Reformen bei Bürokratieabbau und Steuern ausbleiben.
International sorgt zudem die Ankündigung von US-Präsident Trump für Unruhe, die Kreditzinsen für Kreditkarten ab Januar 2026 auf 10 Prozent zu deckeln. Während US-Konkurrenten hierdurch unter Druck geraten, zeigt sich die Deutsche Bank aufgrund ihres geringeren Exposures im US-Kreditkartengeschäft relativ robust. Strategisch positioniert sich das Haus defensiv und favorisiert europäische Titel gegenüber dem US-Markt.
Der erfolgreiche Verkauf der Indien-Sparte wäre der nächste logische Katalysator, um den Kurs in Richtung der von Analysten ausgemachten 40-Euro-Marke zu treiben. Sollte dieser Deal zeitnah finalisiert werden, bestätigt dies den erfolgreichen Abschluss der jahrelangen Restrukturierung.
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