Deutsche Bank Aktie: Vermögende sorgen sich um Zinsen

In einer Deutsche-Bank-Umfrage nennen 37 Prozent steigende Zinsen als größte Gefahr für das globale Wirtschaftswachstum; 73 Prozent bevorzugen Asien.

Die Kernpunkte:
  • Zinsen führen die Risikoliste mit 37 Prozent an
  • Inflation erreicht 23 Prozent der Nennungen
  • 73 Prozent sehen Asien als stabilste Region
  • Aktie verliert rund 1,8 Prozent

Reiche Familien blicken skeptisch auf die Zinsen. Das zeigt eine Umfrage, die die Deutsche Bank heute beim Emerging Markets Family Office Forum 2026 in Singapur veröffentlicht hat. Rund 200 Family Offices und vermögende Privatpersonen nahmen teil.

Zinsen vor Inflation und KI

37 Prozent der befragten Family Offices nennen steigende Zinsen und Renditen als größtes Risiko für das globale Wirtschaftswachstum. Die Inflation folgt mit 23 Prozent, Risiken durch künstliche Intelligenz kommen auf 17 Prozent.

Bei der Geopolitik fällt das Urteil eindeutig aus. 73 Prozent halten Asien für die stabilste Region der kommenden zwölf Monate. Die USA kommen auf 14 Prozent, Großbritannien und Europa zusammen auf 6 Prozent. Lateinamerika und der Nahe Osten spielen kaum eine Rolle.

Marco Pagliara, Leiter Emerging Markets der Privatbank, sieht darin einen klaren Trend: Internationale Familien suchten Stabilität, Risikominderung und globale Vernetzung. Singapur habe sich dabei als eines der Favoritenziele für Vermögen etabliert.

Für die Bank ist das Thema geschäftlich relevant. Die Privatbank verwaltet Vermögen von 732 Milliarden Euro, Stand Ende Juni, und betreut Kunden über 14 Buchungszentren weltweit.

Anleihemarkt mit Frankreich-Sorgen

Die Zinssorgen passen zum aktuellen Marktumfeld. Deutsche Staatsanleihen gaben heute leicht nach, die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf 3,48 Prozent. Belastend wirkt weiterhin die Lage in Frankreich, wo die Renditen zuletzt nahe an die Marke von 5 Prozent geklettert waren.

Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg äußerte sich zudem zur Konjunktur. Die deutsche Industrieproduktion sei im August stärker als erwartet gestiegen. Gut gefüllte Auftragsbücher könnten sie in den kommenden Monaten weiter stabilisieren, sofern die jüngsten Sonderbelastungen nachlassen. Die Bauaktivität dürfte von den staatlichen Infrastrukturinvestitionen profitieren.

Die Aktie notierte am Vormittag knapp unter 31 Euro und gab rund 1,8 Prozent nach. Die nächste Gelegenheit, das Geschäft der Privatbank an Zahlen zu messen, bietet sich am 28. Oktober mit den Quartalszahlen.

Anzeige

Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 7. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Deutsche Bank