Deutsche Bank Aktie: Zwei Fronten
Die Deutsche Bank positioniert sich als stabiler Anker während der Commerzbank-Übernahmespekulationen und schließt einen Teil des Cum-Ex-Steuerstreits mit einer Millionenabfindung ab.

- Positionierung als Alternative bei Commerzbank-Unsicherheit
- Teilweise Beilegung von Cum-Ex-Steuerforderungen
- Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch notierend
- Strategische Chance durch mögliche Marktführerschaft
Die UniCredit hat ihr Übernahmeangebot für die Commerzbank offiziell gemacht — und die Deutsche Bank schaut nicht nur zu. CEO Christian Sewing nutzte eine Morgan-Stanley-Konferenz am Dienstag, um klarzumachen, dass sein Haus aus der Unruhe beim Konkurrenten Kapital schlagen will. Zeitgleich begleicht die Bank eine Millionenzahlung aus dem Cum-Ex-Komplex.
Strategisch in Position
UniCredit hält bereits knapp 30 Prozent an der Commerzbank und setzt deren Führung damit erheblich unter Druck. Sewing zufolge hat die Deutsche Bank dieses Szenario intern längst eingepreist. Die Botschaft: Kunden, die in Zeiten der Übernahmeunsicherheit eine stabile Heimat suchen, sollen sie in Frankfurt finden.
Sollte die Commerzbank tatsächlich in einem ausländischen Konzern aufgehen, würde die Deutsche Bank zur klaren Nummer eins im deutschen Firmen- und Privatkundengeschäft aufsteigen. Ein Szenario, das Sewing erkennbar nicht ungern skizziert.
Cum-Ex: Teilfrieden mit dem Fiskus
Weniger erfreulich ist die zweite Nachricht der Woche. Wie nach der Geschäftsberichtsvorlage bekannt wurde, zahlte die Bank 29 Millionen Euro an das Bundeszentralamt für Steuern. Damit legt sie einen Streit um unrechtmäßige Steuerrückerstattungen für die Cum-Ex-Spezialfonds „Baca“ und „JS Futures“ bei, bei denen eine Gesamtsteuerschuld von 85 Millionen Euro im Raum stand.
Der vollständige Rechtsfrieden ist das allerdings nicht. Weitere Ermittlungen im Cum-Ex-Komplex laufen, und die Bank kooperiert nach eigenen Angaben mit den Strafverfolgungsbehörden.
Kurs unter Druck
Die Aktie notiert mit rund 25,50 Euro deutlich unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 33,81 Euro vom Jahresanfang — ein Rückgang von gut 24 Prozent seit Januar. Strategie und Rechtsbereinigung laufen also parallel, während der Kurs nach einer starken Vorjahresphase Gegenwind spürt. Ob die Commerzbank-Konstellation tatsächlich zum Wachstumstreiber wird, entscheidet sich mit dem Ausgang des UniCredit-Angebots — und der ist noch offen.
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