Deutsche Bank: Diese Unterstützung muss jetzt halten

In der vergangenen Woche machte das größte private Geldinstitut Deutschlands endlich mal wieder positive Schlagzeilen. Denn die Deutsche Bank konnte einen neuen Großaktionär begrüßen. Dieser kommt aus dem Reich der Mitte.

© Deutsche Bank

Der chinesische Mischkonzern HNA Group ist mit gut 3 % bei der Deutschen Bank eingestiegen. Das sieht auf den ersten Blick nach nicht viel aus. Doch die Deutsche Bank ist eine Aktie mit sehr hohem Streubesitz und HNA steigt mit dem neuen Investment gleich auf den vierten Platz der größten Einzelinvestoren ein. Wobei die Chinesen bereits angekündigt haben, dass man grundsätzlich nicht ausschließen würde, die Beteiligung weiterhin zu erhöhen. Dabei wolle man allerdings unter 10 % bleiben.

Deutsche Bank mit neuem „Anker-Aktionär“

Insgesamt gingen nach dem Bekanntwerden des Investments die warmen Worte von Deutschland nach Asien und wieder zurück. Die Deutsche Bank erklärte, jeden langfristig orientierten Investor grundsätzlich zu begrüßen. Demgegenüber betonte HNA, dass man als „Ankeraktionär“ das Bankhaus unterstützen wolle.

Für die Deutsche Bank ist der Einstieg der Chinesen insgesamt durchaus ein positives Ereignis. Denn es signalisiert dem Kapitalmarkt, dass auch von Investorenseite zunehmend das Vertrauen zurückkehrt, nachdem das Kreditinstitut bei den größten Brocken an Rechtsstreitigkeiten zu entsprechenden Lösungen, wenngleich auch sehr teuren, gekommen ist. Allerdings:

Auf die 50-Tage-Linie achten

Eine neue Initialzündung für die Aktie ergibt sich daraus vorerst nicht. Nachdem die Deutsche Bank Ende Januar ein 52-Wochen-Hoch bei fast 20 Euro erreichen konnte , setzten zuletzt wieder einige Gewinnmitnahmen ein. Was aus charttechnischer Sicht nun etwas heikel wird, da die Aktie mittlerweile schon mehrmals die Unterstützung durch die 50-Tage-Linie getestet hat.

Um hier die weitere Erholungsfantasie am Leben zu erhalten, muss die Bank diese Unterstützung auch weiter verteidigen können, weil ansonsten ein erneuter Rückschlag in den Bereich von mindestens 16 Euro drohen würde.

Fazit: Aktuell ist die Aktie der Deutschen Bank sicherlich eine klare Halten-Empfehlung. Das deutlich abgenommene Aufwärts-Momentum seit Mitte Dezember kann dabei noch als Konsolidierungsphase gewertet werden. Wesentliche Schwächen darf sich die Bank allerdings nicht leisten.

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