Deutsche Bank im Keller

Nicht nur die deutsch Fußball-Elf enttäuschte heute, auch die Aktien der Deutschen Bank fielen auf ein neues Allzeit-Tief.

Die Papiere büßten im heutigen Handel zeitweise bis zu rund 5% ein – auf einen neuen Tiefststand von 8,755 Euro. Damit unterboten sie sogar noch das bisherige Tief vom Oktober 2016. Am Ende des Handels schloss die Deutsche Bank mit rd. 9 Euro und einem Verlust von knapp 2,1%.

Deutsche Bank leidet unter fallendem Gesamtmarkt

Den Grund für diesen Kursabsturz sehen Experten vor allem im weiter fallenden Gesamtmarkt begründet sowie in der Angst vor den wirtschaftlichen Folgen des weltweiten Handelskonflikts. “Anleger trennen sich von Risiken, und die liegen nach wie vor bei den Geldhäusern”, sagte zum Beispiel ein Händler. Denn auch der DAX hatte von seinem Hoch am 15 Juni bisher knapp 8% eingebüßt.

Und von allen Bankhäusern steht die Deutsche Bank am schlechtesten da. Denn sie weist den geringsten Eigenkapitalanteil aus. Das macht sich auch im Investmentgeschäft bemerkbar, denn hier verfügt die Bank nicht über die nötige Masse, um eine ausreichende Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erhalten.

Da macht auch der Wechsel auf dem Chefsessel nicht viel her. Seit Ernennung von Chef Sewing hat die Aktie rund 20% eingebüßt. Er wurde zwar von vielen Experten als der richtige Mann angesehen, aber an der Börse hat sich dies definitiv noch nicht ausgezahlt.

Bankensektor mit rund 14% Verlust

Aber die Deutsche Bank liegt im Trend, denn am Mittwoch war der europäische Bankensektor mit einem Verlust von 1,4% der größte Verlierer unter allen Branchen. Seit Jahresbeginn hat dieser Sektor bereits 14% eingebüßt. Das galt sowohl für italienische Banken mit rund 2 bis 3% Verlust, als auch für die deutschen. Denn auch die Commerzbank notierte teilweise auf ihrem niedrigsten Stand seit April 2017.

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