Deutsche Bank: Insiderverkauf von 188.000 Aktien

Privatkundenchef de Sanctis veräußert 188.000 Aktien kurz vor dem Aktionärstreffen. Die Bank plant eine Dividendenerhöhung um 50 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Insiderverkauf von 188.000 Papieren
  • Steuerliche Gründe für Transaktion
  • Dividendenerhöhung auf 1,00 Euro
  • Starker Quartalsgewinn von 2,2 Milliarden

Kurz vor der ersten Präsenz-Hauptversammlung seit sieben Jahren trennt sich ein Top-Manager der Deutschen Bank von einem großen Aktienpaket. Privatkundenchef Claudio de Sanctis verkaufte zu Wochenbeginn 188.000 Papiere. Das Timing fällt auf. Das Institut glänzte zuletzt mit starken Quartalszahlen und plant eine deutliche Dividendenanhebung.

Der Verkauf vom 4. Mai erfolgte als sogenannte „interessewahrende Order“. Dieser regulatorische Begriff bedeutet, dass die Transaktion nicht auf einer aktuellen Markteinschätzung des Managers beruht. Vielmehr dient sie der Deckung von Steuerpflichten. Bereits im Frühjahr hatte de Sanctis Aktien aus variablen Vergütungsprogrammen der Vorjahre erhalten.

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Dividende und Personalien auf der Agenda

Am 28. Mai treffen sich die Aktionäre in Frankfurt am Main. Auf der Tagesordnung steht eine vorgeschlagene Dividende von 1,00 Euro je Anteilsschein. Stimmt die Hauptversammlung zu, fließt das Geld Anfang Juni auf die Konten der Investoren. Das entspricht einem Aufschlag von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch personell stehen Veränderungen an. Frank Witter verlässt den Aufsichtsrat. Als Nachfolger schlägt die Bank Henkel-Chef Carsten Knobel vor. Parallel dazu sollen die Bezüge des Kontrollgremiums spürbar steigen. Das Management hält die bisherige Vergütung für nicht mehr wettbewerbsfähig und plant deutliche Aufschläge für einfache Mitglieder sowie den Vorsitzenden.

Starkes Quartal stützt den Kurs

Rückenwind liefert das operative Geschäft. Im ersten Quartal erwirtschaftete das Geldhaus einen Nachsteuergewinn von 2,2 Milliarden Euro. Die harte Kernkapitalquote bewegt sich bequem im Zielkorridor. Inklusive der laufenden Aktienrückkäufe schüttet der Konzern in den kommenden Jahren voraussichtlich 8,5 Milliarden Euro an seine Eigentümer aus. Damit übertrifft das Management die ursprünglichen Ausschüttungsziele spürbar.

Am Aktienmarkt reagieren Investoren gelassen auf die jüngsten Entwicklungen. Die Papiere schlossen am Dienstag bei 26,20 Euro. Seit Jahresbeginn steht zwar noch ein Minus von gut 20 Prozent auf der Kurstafel. Ein RSI-Wert von fast 90 signalisiert aktuell jedoch eine stark überkaufte Situation, was kurzfristig zu technischen Gegenreaktionen führen könnte.

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