Deutsche Bank kann Schlussstrich unter US-Hypotheken-Verfahren ziehen

Jetzt ist es ganz offiziell: Die Deutsche Bank kann eines der größten Rechtsverfahren zu den Akten legen. Nachdem schon bekannt war, dass sich die Bank mit dem US-Justizministerium auf eine milliardenschwere Strafzahlung geeinigt habe, wurde diese Vereinbarung nun auch offiziell vom Justizministerium bestätigt.

Die Bank akzeptiert eine Strafzahlung von insgesamt 7,2 Milliarden Dollar. Dies ist zwar der höchste Betrag, den eine Bank im Rahmen der Verfahren zur Immobilien- und Hypotheken-Krise aufgebrummt bekam. Dennoch kann das für das Kreditinstitut als gewisser Erfolg gelten, da zum Anfang der Verhandlungen von Seiten der US-Behörden das Doppelte verlangt wurde.

Von der nun vereinbarten Strafe sind 3,1 Milliarden Dollar als Bußgeld deklariert. Weitere 4,1 Milliarden Dollar sollen als Erleichterungen für Verbraucher eingesetzt werden. Inwieweit dieser zweite Posten tatsächlich finanzielle Auswirkungen auf die Bilanz der Deutschen Bank hat, ist allerdings noch unbekannt. Bekannt ist dagegen, dass die Deutsche Bank aufgrund der Geldbuße für das vierte Quartal des letzten Geschäftsjahres eine deutliche Belastung erwartet.

Deutsche Bank kürzt Boni

Unter dem Strich könnte das Ergebnis vor Steuern mit rund 1,2 Milliarden Dollar belastet werden. Deshalb hat Vorstandssprecher John Cryan auch schon angekündigt, dass bei nicht-tarifgebundenen Angestellten rund 90 % der Bonuszahlung für letztes Jahr gestrichen werden sollen. Dabei sind diesmal auch im großen Stil britische und amerikanische Investmentbanker betroffen.

Im vorbörslichen Handel kommt die Tatsache, dass die Deutsche Bank ihren wohl fast schon Existenz-bedrohenden größten Rechtsstreit beigelegt hat, sehr gut an. Die Aktie kann sich derzeit um gut anderthalb Prozent verbessern.

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