Deutsche Bank kann wieder Gewinne verbuchen

Nach drei Jahren mit Verlusten kann die Deutsche Bank erstmals wieder einen Gewinn verbuchen. Dabei musste man allerdings das vierte Quartal mit herberen Verlusten als erwartet abschließen.

Nach Steuern entfiel auf das vierte Quartal ein Verlust von 409 Millionen Euro. Die Erträge betrugen 5,6 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 2 % im Jahresvergleich entspricht. Dies ist laut der Deutschen Bank auf die Umsetzung strategischer Maßnahmen, ein herausforderndes Marktumfeld und negative Nachrichten zurückzuführen (z. B. Panama Papers). Die Analysten hatten hier im Durchschnitt nur mit 301 Millionen Euro Verlust gerechnet.

Seit 2014 wieder im Gewinn

Doch für das Gesamtjahr  2018 konnte die Deutsche Bank erstmals wieder einen Gewinn verzeichnen. Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank bilanzierte: „Die Rückkehr in die Gewinnzone zeigt, dass die Deutsche Bank auf dem richtigen Weg ist. Nun geht es darum, den nächsten Schritt zu tun: Wir werden 2019 die Kosten weiter senken und gleichzeitig gezielt in Wachstum investieren. So werden wir unsere Profitabilität auch über das laufende Jahr hinaus substanziell steigern.“

Das Ergebnis vor Steuern steigerte sich in 2018 um 8 % auf 1,3 Milliarden Euro.  Allerdings fiel der Überschuss mit 341 Millionen Euro etwas mager aus, wenn man Vergleiche zu den Rekordzahlen der US-Konkurrenz anstellt. Der auf die Anteilseigner des Instituts entfallende Gewinn betrug 267 Millionen Euro, hier hatten die Analysten mit 332 Millionen Euro gerechnet. Die Erträge gingen um 4 % auf 25,3 Milliarden Euro zurück.

Weiterer Stellenabbau in 2019

Für die Zukunft hat sich das Institut weiteres Wachstum auf die Fahne geschrieben. Denn angesichts der Fortschritte in 2018 hat der Vorstand das Kostenziel für 2019 verschärft: Die bereinigten Kosten sollen nun auf 21,8 Milliarden Euro fallen, gegenüber 22 Milliarden Euro zuvor. Außerdem will man die Zahl der Vollzeitstellen bis zum Jahresende 2019 auf deutlich unter 90.000 senken.

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