Deutsche Bank: So handeln Sie jetzt richtig

Im September kostete die Aktie der Deutschen Bank zeitweise weniger als zehn Euro. Seither hat sie sich in der Spitze um 80 Prozent verteuert. Nach dieser beeindruckenden Kursrallye sollten Anleger nicht mehr einsteigen, sondern ein Rabattpapier oder einen Inline-Optionsschein auf den DAX-Titel ordern.

© Deutsche Bank
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Als der Kurs des Anteilscheins der Deutschen Bank im September unter die 10-Euro-Marke abgestürzt ist, war dies eine Folge der Verkaufspanik vieler Anleger. Ebensolche dachten damals, Deutschlands größtes Geldhaus könnte pleite gehen wegen einer Forderung des US-Justizministeriums in Höhe von 14 Milliarden Dollar. Die Rekordstrafe wird verlangt, weil die Deutsche Bank mit krummen Geschäften zum Kollaps des US-Immobilienmarktes im Jahr 2008 beigetragen haben dürfte.

Trump hat Kredite von der Deutschen Bank erhalten

Die Verhandlungen der Deutschen Bank mit dem US-Justizministerium sind noch nicht abgeschlossen. Unabhängig davon kann Vorstandschef John Cryan davon ausgehen, dass er erheblich weniger als die geforderten 14 Milliarden Dollar zahlen muss. Denn Donald Trump, der am 20. Januar 2017 als US-Präsident vereidigt wird, dürfte die Verhandlungen im Sinne der Deutschen Bank beeinflussen, weil diese ihm seit 1998 Schätzungen zufolge Kredite mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Milliarden Dollar gewährt hat.

Aus Anlegersicht ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass sich die Bonität der Deutschen Bank zuletzt verbessert hat. Die Absicherung einer in fünf Jahre fälligen Forderung in Höhe von 100.000 Euro gegenüber dem Geldhaus würde derzeit jährlich 2.040 Euro kosten. Ende September hätte die Absicherung einer solchen Forderung noch 2.500 Euro gekostet.

Kosten sollen deutlich sinken

Cryan will den Konzernumbau beschleunigen und massiv Stellen abbauen, um die Kosten deutlich zu senken. Zudem möchte er mehrere Tochtergesellschaften verkaufen, um die Kapitalbasis zu stärken. Allerdings wird er wahrscheinlich für die angeschlagene Deutsche Bank Polska nicht so leicht einen Käufer finden. Auch das Interesse an der Postbank, die verkauft werden soll, dürfte nicht allzu groß sein.

Analysten gehen davon aus, dass die Deutsche Bank 2016 mit einem Verlust von 0,77 Euro je Aktie abschließen wird. Im nächsten Jahr dürfte das Geldhaus ihren Prognosen zufolge einen Gewinn von 1,54 Euro je Anteilschein erzielen. Somit errechnet sich ein 2017er-KGV von 11,3. Dies ist eine angemessene Bewertung, weswegen Anleger in den kommenden Monaten keine großen Kurszuwächse bei der Aktie des DAX-Konzerns erwarten sollten.

Interessante Alternativen zur Aktie der Deutschen Bank

Vorsichtige Anleger, die von einer Seitwärtsbewegung des Kurses profitieren möchten, sollten ein Discount-Zertifikat (WKN: XM98WR) auf die Deutsche-Bank-Aktie ordern. Damit können sie bis zum 21. März 2017 eine Rendite von 4,78 Prozent erzielen, sofern der Basiswert am Laufzeitende mindestens bei 16,00 Euro notiert.

Als Depotbeimischung für risikofreudige Börsianer eignet sich ein Inline-Optionsschein (WKN: SE55X7) auf die Deutsche-Bank-Aktie, der mit Knock-Out-Barrieren bei 8,00 und 19,00 Euro ausgestattet ist und schon am kommenden Freitag fällig wird. Eine Alternative dazu ist ein Inliner (WKN: SE55YM) mit Knock-Out-Barrieren bei 9,00 und 19,40 Euro, dessen Laufzeit im März 2017 endet. Bei diesem Finanzprodukt winkt eine Rendite von 126,2 Prozent.

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