Deutsche Bank: Wieder Ärger in Amerika

Das hat der Deutschen Bank gerade noch gefehlt. Als hätte Deutschlands größte Privatbank nicht schon genug mit der eigenen Neustrukturierung und den Folgen des Brexit zu kämpfen, kommen nun auch noch negative Nachrichten aus den USA.

© Deutsche Bank
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Denn dort hat die US-Tochter zum zweiten Mal hintereinander den jährlichen Stresstest der US-Notenbank Fed verpatzt. Konkret ging es dabei um die eingereichten Kapitalpläne, die für einen Notfall greifen sollen. Diese wurden von der Fed für die Deutsche Bank aber abgelehnt. Indes:

Zum einen steht die Deuche Bank damit nicht gänzlich allein da. Denn auch die Tochter der spanischen Santander hat sich zuerst eine Abfuhr abgeholt. Für dieses Institut ist es nun schon das dritte Mal hintereinander dass der erste Durchlauf fehlschlug. Das US-Institut Morgan Stanley wurde zwar durchgewunken, auch nur unter Vorbehalt. Wobei zu beachten ist:

Deutsche Bank muss am Risikomanagement arbeiten

Die Fed macht sich keine Sorgen um die Kapitalausstattung. Diese wurde auch für die Deuche Bank gleich im ersten Anlauf als ausreichend beurteilt (wie bei allen 33 getesteten Instituten). Kritik gab es dagegen erneut am Risikomanagement und den internen Kontrollen. Immerhin lobte die Fed, dass die Deutsche Bank hier wenigstens Fortschritte zum Vorjahr gemacht hätte.

Deutsche-Bank-30-06-16

Insofern ist die heutige negative Reaktion im Markt angesichts des insgesamt angespannten Umfeldes durchaus nachvollziehbar, aber kaum Grund für neue Ausverkaufs-Gedanken. Die Deutsche Bank muss halt ihre Hausaufgaben machen, doch das ist bekannt und nimmt man Vorstandschef Cryan beim Wort, ist man auch dabei. Deshalb würden wir Anlegern, die in der Deutschen Bank engagiert sind, zum Halten raten.

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