Deutsche Bank: Wieder schlechte Nachrichten

Die Aktie der Deutschen Bank ging erneut mit einer schweren Hypothek in die neue Börsenwoche.

Denn vergangene Woche hatte Finanzchef James von Moltke anlässlich einer Investorenkonferenz einen ersten Ausblick auf das Ergebnis des dritten Quartals gegeben. Und dieser fiel denkbar schlecht aus.

Deutsche Bank mit schwacher Prognose

Denn aktuell erwartet Deutschlands größtes Kreditinstitut, dass sich das Vorsteuerergebnis im zu Ende gegangenen dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum gedrittelt hat. Zwar gab man keine konkreten Zahlen bekannt, doch von Moltke erklärte, dass man sich mit den derzeitigen Analystenschätzungen ganz wohl fühle. Und diese sehen vor, dass der Vorsteuergewinn im dritten Quartal von 933 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nur noch 327 Millionen Euro zusammengefallen ist.

Bank hat Kosten nicht im Griff

Die Gründe, die zu diesem erneuten Profitabilität-Rücksetzer führten, sind vielfältig. Augenscheinlich hat die Bank große Schwierigkeiten, die Kosten in den Griff zu bekommen. Sparmaßnahmen scheinen nicht so schnell zu greifen wie erwartet. Hinzu kommt die als schleppend klassifizierte Integration der Postbank. Hier tritt die Deutsche Bank schon kräftig auf die Bremse und erwartet, dass die Eingliederung mehrere Jahre in Anspruch nehmen könnte.

Was ist mit den Fusionsgerüchten?

Dies könnte zu einem großen Hindernis in den derzeit umlaufenden Fusion- und Übernahmespekulationen führen. Fast im Wochentakt werden neue Partner durch den Markt gejagt. War es zuerst die Commerzbank, wird jetzt die Schweizer UBS als heißer Fusionskandidat gehandelt. Angesichts der internen Probleme bei der Deutschen Bank dürften solche Überlegungen allerdings weit verfrüht sein.

Aktie weiter im Abwärtstaumel

Kein Wunder also, dass die Aktie der Deutschen Bank erneut deutlich schwächer tendiert. Nach einem kurzen Ausflug über die gleitenden Durchschnitte sackte man inzwischen wieder darunter und notiert derzeit erneut nur einstellig. Damit bleibt das Risiko bestehen, dass der Wert wieder das Niveau um 9 Euro erreicht. Aber selbst das dürfte sicherlich von möglichen Wettbewerbern angesichts der vielfältigen Probleme nicht als Schnäppchenpreis gesehen werden.

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