Deutsche Bank will DWS noch vor Ostern an die Börse bringen

Nun ist es offiziell: Die Vermögensverwaltungssparte der Deutschen Bank, DWS, geht an die Börse. Und zwar noch vor Ostern, wie es aussieht. Das lange und mit Spannung erwartete IPO soll zum frühstmöglichen Zeitpunkt am Frankfurter Prime Standard notieren, hieß es von der Deutschen Bank am Montag.

Die DWS verwaltet ein Vermögen von rund 700 Milliarden Euro und ist in 22 Ländern vertreten. “Der geplante Börsengang gibt uns die Möglichkeit, das volle Potenzial der DWS für unsere Kunden und Mitarbeiter auszuschöpfen. Für unsere Aktionäre wollen wir gleichzeitig attraktive Renditen erwirtschaften. Wir sind sehr stolz, einer der führenden Vermögensverwalter in Europa und weltweit zu sein. Wir freuen uns er Anlageerfahrung in der Vermögensverwaltung an die Börse zu bringen”, kommentierte der CEO der DWS, Nicolas Moreau am Montag.

DWS notiert als KGaA

Im letzten Jahr sorgte die Deutsche Bank bereits für viel Kritik, als sie ankündigte, die DWS in der Rechtsform der KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) an die Börse zu bringen, denn hier haben die Minderheitsaktionäre weniger Einfluss als in einer Aktiengesellschaft. Der Aufsichtsrat wird voraussichtlich aus fünf unabhängigen Mitgliedern, vier Arbeitnehmervertretern und drei Vertretern der Deutschen Bank bestehen. Karl von Rohr, Chief Administrative Officer der Deutschen Bank, soll dessen Vorsitzender werden.

Details stehen noch nicht fest

Weitere Details zum IPO stehen im Moment allerdings noch nicht fest. So ist noch offen, wann genau die Zeichnungsfrist beginnt und zu welchem Preis die Aktien an die Börse gebracht werden. Der Erlös kommt allerdings allein der Deutschen Bank zugute. Zum IPO wird es keine Kapitalerhöhung geben. Denn Finanzkreisen zufolge will die Deutsche Bank 25 % an der DWS abgeben und damit 1,5 bis 2,0 Milliarden Euro einnehmen. Dies ist ein ähnliches Vorgehen wie beim geplanten Börsengang von Siemens Healthineers.

Als Konsortialführer und Bookrunner wird die Deutsche Bank den Börsengang selbst anführen, unterstützt von unter anderem Morgan Stanley, UBS und UniCredit. Commerzbank, Daiwa, Banca IMI, Nordea und Santander wurden zu Co-Lead-Managern bestellt.

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